Zweckverband sucht Direktor - Dirk Stochla als Kandidat gehandelt

Flächen verkauft: Das Güterverkehrszentrum am Lohfeldener Rüssel wurde vom Zweckverband Raum Kassel vermarktet. Mittlerweile sind alle Gewerbeflächen veräußert worden. Archivfoto:  nh

Kreis Kassel. Der Zweckverband Raum Kassel (ZRK) sucht zum 1. Januar 2016 einen neuen Verbandsdirektor. Andreas Güttler gibt den Posten nach sechs Jahren ab (wir berichteten). Heiß gehandelt als Kandidat für die Stelle des Wahlbeamten wird Dirk Stochla (SPD).

Der ehemalige Vellmarer Bürgermeister hatte 2014 wegen gesundheitlicher Probleme nicht erneut für das Amt kandidiert, aber seinerzeit kommuniziert, dass er gern wieder im kommunalpolitischen Umfeld aktiv werden möchte, allerdings nicht im politischen Tagesgeschäft. Stochla war bis Redaktionsschluss nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Stelle des Verbandsvorsitzenden wird indes ausgeschrieben und unter anderem in der HNA am Samstag, 18. Juli, veröffentlicht. „Um die Ausschreibung kümmert sich der Landkreis“, sagte Güttler. Die Bewerbungsfrist ende am 8. August. Anschließend sollen die Bewerber bei einer außerordentlichen Vorstandssitzung vorgestellt werden, erklärte Güttler, der sich im kommenden Jahr seiner neuen Aufgabe widmen wird: „Ich war auf der Suche nach einer beruflichen Herausforderung mit Wirkungskreis auch in der Region“, sagte der 52-Jährige, der künftig bei der Sparkassenversicherung (SV) Kommunal GmbH mit Hauptsitz in Erfurt tätig sein wird. Der Diplom-Verwaltungswirt wird als Vorsitzender der Geschäftsführung gemeinsam mit dem langjährigen Geschäftsführer Andreas Pittner die Geschicke der SV aus dem Büro in Kassel leiten. „Mein Lebensmittelpunkt ist hier und bleibt auch hier“, erklärte Güttler, der auch Vorsitzender des Kreistags und in der Regionalversammlung aktiv ist.

Der ZRK kümmert sich bei großen Infrastrukturprojekten als Planungsverband um die Abstimmung zwischen Städten und Gemeinden im ZRK-Gebiet, in dem rund 325 000 Einwohner leben. Das Aufgabenfeld des ZRK reicht von der Verkehrs- und Landschaftsplanung über die Ansiedlung großflächiger Einzelhandelsunternehmen bis hin zum Ausweisen neuer Baugebiete. Ziel des Zweckverbandes ist es, den Wettbewerb der Regionen attraktiv zu gestalten. Das heißt, notwendige Verzahnungen von Stadt Kassel und Umland sollen so entwickelt werden, dass beide Seiten profitieren.

Neue Gewerbegebiete sollten demnach nicht mehr wie früher zu Konkurrenzsituationen untereinander führen. Bei der Erschließung und Vermarktung neuer Gewerbegebiete sollen Risiken über einen Interessenausgleich unter mehreren Kommunen so gering wie möglich gehalten werden. Als Beispiel führte Güttler das Güterverkehrszentrum Kassel (GVZ) am Lohfeldener Rüssel an, dessen Flächen mittlerweile „komplett verkauft“ wurden. Alle Verbandsmitglieder seien an diesem interkommunalen Projekt beteiligt gewesen.

Ein weiteres großes Projekt des ZRK ist das Zukunftskataster. Dahinter verbirgt sich die Absicht, flächendeckend alle Potenziale und Defizite im Verbandsgebiet zu erfassen, um auf den demografischen Wandel in der Region angemessen reagieren zu können.

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