Fußgänger-Unterführungen in der Kernstadt unter der Lupe – Änderungen kommen frühestens 2014

Zwei alte Tunnel könnten weg

Trist und vollgeschmiert: Die Fußgänger-Unterführung der Altenritter Straße nahe der Einmündung Am Goldacker sieht schlimm aus. Möglicherweise wird sie in frühestens zwei Jahren zugunsten eines ebenerdigen Übergangs verschwinden. Fotos: Jünemann

Baunatal. Wenn ein Kreisel am Hotel Scirocco in Altenbauna kommen sollte, was in Rede steht, aber noch nicht entschieden ist, dann fällt die Unterführung dort weg. Der Fußgängertunnel werde sowieso kaum noch genutzt, weil es einen oberirdischen Übergang mit Ampeln gibt, sagt Bürgermeister Manfred Schaub.

Stichwort Tunnel: Man überlege auch, die Unterführung der Altenritter Straße nahe der Einmündung Langenbergstraße zu schließen, so Schaub. Sie werde so gut wie gar nicht mehr genutzt, wie Zählungen ergeben hätten. Ein Übergang mit Fahrbahnteiler wäre hier sicherlich besser.

Schulklasse unterwegs

So sehen die Zahlen für diese Unterführung aus, ermittelt an einem Donnerstag im November 2011 von 7 bis 9 und von 13 bis 15 Uhr. Von 78 Personen nutzten laut Rathaus 17 die Unterführung, darunter war allerdings – sozusagen als Sondereffekt – eine Schulklasse mit allein 13 jungen Leuten. Nach Uhrzeiten geordnet sah es so aus: Von 7 bis 9 Uhr gingen 13 von 30 Passanten durch den Tunnel, nämlich besagte Schulklasse, von 13 bis 15 Uhr vier von 48.

Insel bald Übergang?

Nach Meinung von Bürgermeister Manfred Schaub bietet sich an, das Queren der Altenritter Straße im Zuge des Entstehens eines neuen Wohnquartiers auf dem ehemaligen Gelände der Theodor-Heuss-Schule (THS) auf neuem Weg zu ermöglichen. Schon jetzt nutzten viele Passanten die dafür eigentlich nicht vorgesehene Verkehrsinsel neben der Einfädelspur für Autos. Daraus könnte ein richtiger Übergang werden.

Schaub dämpft allerdings auch ein bisschen: Diese Lösung sei frühestens in zwei Jahren denkbar. Der Rathauschef geht ferner davon aus, dass ein Kreisel am Scirocco frühestens in zwei Jahren kommt.

Nach den Zahlen der Stadtverwaltung werden hingegen die Unterführungen der Friedrich-Ebert-Allee in Höhe des Einkaufszentrums (Glaspassage), der Ulmenstraße (Neue Straße Richtung Feuerwache) und der Altenritter Straße von der Birkenallee in Richtung Vereinshaus gut genutzt. Daran solle sich deshalb nichts ändern.

Auch am Fußgängertunnel von der Neuen Straße zur Feuerwehr war übrigens gezählt worden. Resultat an zwei Tagen im Juni 2011: Von 7 bis 12.30 Uhr nutzten 57 von 173 Personen die Unterführung, von 12.30 bis 18 Uhr waren es 37 von 165, insgesamt also 94 von 338.

Von Ingrid Jünemann

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