Die Ultraläufer Dorothe Wolf und Andree Morth wollen Crosslauf durch vier Länder mit ihren Tieren meistern

Mit zwei Hunden über die Alpen

Startbereit: Die beiden Ultraläufer Dorothe Wolf und Andree Morth mit ihren Huskys Ylvi (links) und Fjelline nehmen am Transalpine-Run teil, acht Tage über 273 Kilometer. Foto: Sommerlade

Fuldatal. „Laufen ist für uns Lebensfreude pur“, sagen Andree Morth und Dorothe Wolf mit Begeisterung in der Stimme und Funkeln in den Augen. Kein Wunder, dass die Vorfreude auf die bevorstehende Teilnahme am Transalpine-Run vom 3. bis 10. September entsprechend groß ist.

Dabei hat es der Alpencrosslauf an acht Tagen durch vier Länder in sich: In acht Etappen gilt es, die 273 Kilometer lange Strecke über zahllose Gipfel, steinige Pfade und insgesamt über 15 000 Höhenmeter zu absolvieren. Für viele Läufer ist das allein schon Herausforderung genug.

Gut ausgebildet

Nicht aber für den 40-Jährigen und seine Laufpartnerin. Als wäre die Anforderung nicht schon hart genug, werden die beiden Ultraläufer als Team Marathonhund beim anspruchsvollen Transalpine-Lauf gemeinsam mit Fjelline und Ylvi, zwei ihrer insgesamt fünf gut ausgebildeten Schlittenhunde, an den Start gehen. Und dabei wohl für den ein oder anderen verwunderten Blick bei den Mitläufern sorgen. Die nötigen Fähigkeiten für solche Vorhaben erlernen die Tiere in der eigenen Zughundeschule in Simmershausen.

Die Läufer aus Fuldatal sind die einzigen Starter mit Hund. „Viele glauben, dass wir dadurch einen Vorteil haben. Das Gegenteil ist aber der Fall“, erklärt Morth. Schließlich ständen beim Lauf stets die Gesundheit sowie das Wohl der Tiere und nicht die Zeit im Vordergrund. „Übertriebener Ehrgeiz ist in diesem Terrain fehl am Platz. Vielmehr möchten wir zu jeder Zeit auf die Bedürfnisse der Hunde eingehen“, bestätigt die 33-Jährige.

So wie beispielsweise bei wärmeren Temperaturen. „Da müssen wir zum Schutz der Tiere das Tempo herunterfahren. Es geht uns aber auch gar nicht um den Sieg, sondern um die Freude am gemeinsamen Lauf“, betont Morth.

Der IT-Fachmann hat beim Alpencrosslauf gleich doppelten Grund zur Freude: Am zweiten Veranstaltungstag feiert er nämlich seinen 41. Geburtstag. „Ein schöneres Geschenk, als an diesem Tag gemeinsam mit meinen Lieben 53 Kilometer durch wundervolle Alpenlandschaften zu laufen, kann ich mir kaum vorstellen“, so Morth.

Eine spezielle Trainingsvorbereitung für den Transalpine-Lauf absolviert das Quartett übrigens nicht. „Wir haben die nötige Ausdauer und laufen ohnehin viel, allerdings nach Lust und Laune und nicht nach strengem Trainingsplan“, erklärt der passionierte Läufer, der vor etwa zwölf Jahren aufgrund von Gewichtsproblemen zum Laufen fand.

„Wir sind Autodidakten und einfach nur glücklich, wenn wir mit den Hunden laufen und dabei viele neue Eindrücke sammeln können“, betont er. Beim Transalpine-Run gibt es dazu sicher ausgiebig Gelegenheit.

Infos zum Team Marathonhund finden Sie unter: www.schlittenhunde.co

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