Strom aus Wasserkraft

Flusswasser soll an Staustufen Wilhelmshausen und Bonaforth Strom erzeugen

Standort Wilhelmshausen: Im Bereich der heutigen Bootsgasse und des Fischpasses wird das Wasserkraftwerk entstehen. Dipl.-Ing. Hermann Henkel, unser Bild zeigt ihn mit seiner Tochter, baut es mit seiner Fulda Energie GmbH. Foto: Maass

Hann. Münden / Fuldatal. An den Fulda-Staustufen Bonaforth und Wilhelmshausen sollen zwei Wasserkraftwerke entstehen. Geplant werden sie von der Fulda Energie GmbH aus Rauschenberg bei Marburg. Derzeiten befänden sich beide Projekte in der Genehmigungphase, teilte Hermann Henkel mit, Inhaber von Fulda Energie.

Entstehen sollen die Kraftwerke auf der niedersächsischen Seite der Fulda, dort, wo sich an den Staufstufen jetzt die Fischpässe und die Bootsgassen befinden. Sie sollen durch neue „bessere“ Anlagen ersetzt werden, die um die Kraftwerke herumführen, die auf einer Fläche von circa 2000 Quadratmeter entstehen.

Nach Henkels Angaben liegt der durchschnittliche Stromertrag aus beiden Kraftwerken (er verteilt sich etwa zur Hälfte auf beide Standorte) je nach Betriebsweise der Stauwehre im Jahr zwischen 6 772 000 und 9 782 000 Kilowattstunden. Dies entspreche dem Stromverbrauch von 6500 bis 10 000 Bundesbürgern, so Henkel. Würde diese Strommenge mit Dieselgeneratoren erzeugt, müssten dafür 1,7 bis knapp 2,5 Millionen Liter Dieselkraftstoff pro Jahr verbrannt werden.

Henkel geht von einer Investitionssumme von neun bis zehn Millionen Euro aus. Die will er über ein Modell mit Bürgerbeteiligung stemmen.

Er hofft, 2015 die Baugenehmigung für die Kraftwerke zu erhalten. Dafür müsste das Verfahren ohne Probleme verlaufen. Genehmigungsbehörde ist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Die Kraftwerke entstehen auf Flächen des Bundes.

Henkel hatte die Ausschreibung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung für die beiden Kraftwerke gewonnen. ARTIKEL UNTEN

Von Ekkehard Maaß

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