Immenhausen und Grebenstein wollen fünf Hektar erschließen

Zwei Städte planen Gewerbegebiet - Nachbar Espenau kein Interesse

Soll erweitert werden: Das Gewerbegebiet Fohlenstatt in Immenhausen. Die neue Fläche liegt in der Grebensteiner Gemarkung. Archivfoto: Binienda-Beer

Immenhausen/Grebenstein/Espenau. Neue Gewerbeflächen will die Stadt Immenhausen ausweisen. Denn von den 30 Hektar - das entspricht einer Größe von 40 Fußballfeldern - des Gewerbegebiets Fohlenstatt am Stadtrand an der Kreisstraße nach Burguffeln ist gerade mal noch ein halber Hektar zu haben.

Das bestätigte Immenhausens Bürgermeister Herbert Rössel (SPD) auf HNA-Anfrage. Deshalb soll das Gewerbegebiet erweitert werden. Geplant ist, im hinteren Bereich neue Flächen anzudocken. Nach Auskunft des Verwaltungschefs soll ein Abschnitt als interkommunales Gewerbegebiet mit Grebenstein erschlossen werden. Fünf Hektar am hinteren Ende des bestehenden Areals Fohlenstatt in Richtung Hopfenberg sind dafür vorgesehen. Da diese Fläche auf Grebensteiner Gemarkungsgebiet liegt, soll daraus das interkommunale Projekt zwischen den Nachbarn werden. Gespräche seien laut Rössel schon geführt worden.

Käme es zu einer Kooperation der zwei Städte, sollen die Investitionskosten und die späteren Gewerbesteuereinnahmen geteilt werden. Dafür hofft Rössel auf eine „größere Förderung“ vom Land Hessen.

In einem weiteren Abschnitt will Immenhausen allein ein Areal von vier Hektar erschließen. Das Problem: Das Gelände dort könnte mit einer früher einmal geplanten Eisenbahntrasse kollidieren. Zwar hat die Deutsche Bahn der Stadt in einem Schreiben bestätigt, dass sie daran kein Interesse mehr hat, das Regierungspräsidium aber hat noch kein grünes Licht gegeben. Bliebe die Trasse im Bundesschienenausbaugesetz, dann wäre dieser Bauabschnitt laut Rössel nicht zu realisieren.

Schließlich ist noch ein drittes Areal geplant - mit zwei Hektar etwas kleiner als die anderen Gebiete. Diese Fläche wäre für mögliche Investoren „kurzfristig zu erschließen“, erklärte der Bürgermeister, konkrete Anfragen gebe es dazu aber noch nicht.

Die Pläne der direkten Nachbarkommunen stoßen im Espenauer Rathaus auf wenig Interesse. Laut Bürgermeister Michael Wielert hat eine Erweiterung der Gewerbeflächen in Immenhausen für Espenau keine Auswirkungen. Eine Beteiligung bei den Nachbarn schließt der Bürgermeister aus. Wenn sich Espenau bei interkommunalen Gewerbegebieten engagiere, kämen eher der Sandershäuser Berg in Niestetal oder die Fläche am Flughafen Calden in Betracht. Dies sei dann aber eine Frage der Konditionen.

Espenau hat selbst keine freien Gewerbeflächen und plant auch kein eigenes Gebiet. Wielert: „Wir sind eine Wohngemeinde und wollen dies bleiben.“

Von Stefan Wewetzer und Michael Schräer

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