Windpark: Lärmgutachten sorgt für kleinere Variante – Gemeinde rechnet mit Aufbau 2013

Zwei statt vier Räder auf dem Saukopf

So soll’s werden: Zwei Rotoren sind für den Saukopf geplant. Das Bild zeigt eine ähnliche Anlage bei Freiburg. Archivfoto: dpa

Schauenburg. Zwei 140 Meter hohe Windräder sollen sich möglicherweise schon ab dem nächsten Jahr auf dem Saukopf bei Schauenburg drehen. Die Voruntersuchungen auf dem zum Langenberg gehörenden Waldgebiet sind nach einem Jahr abgeschlossen. Passiert der Bebauungsplan demnächst das Gemeindeparlament und gibt das Regierungspräsidium anschließend grünes Licht, könnten die Rotoren schon bald Energie produzieren.

Die Rotoren sollen auf einer Fläche zwischen Elmshagen, Breitenbach und Großenritte entstehen und deutlich oben über die Baumwipfel hinausragen. Eigentümer des Geländes ist der Hoofer Landwirt Burkard von Kieckebusch. Dieser will den kleinen Windpark nach eigenen Angaben möglicherweise selbst betreiben. Aber auch andere Varianten prüfe er derzeit, sagt von Kickebusch. Denkbar seien eine Zusammenarbeit mit einem Investor – wie am Lindenberg in Breitenbach – oder das Modell eines Bürgerwindparks, an dem Interessenten aus der Region Anteile erwerben könnten. Auf dem Saukopf waren zunächst vier Windanlagen geplant. Doch die Behörden hatten Bedenken, dass die Lärmentwicklung für Elmshagen zu hoch sein könnte. Laut Schauenburgs Bauamtsleiter Jochen Ickler sei die Anzahl der Rotoren daraufhin von vier auf zwei zurückgenommen worden.

Der kleinste Schauenburger Ortsteil hat den geringsten Abstand zu den Windrädern. Laut Ickler werde die vom Bundesemissionsschutzgesetz empfohlene Entfernung von einem Kilometer dort nicht ganz erreicht, sagt Ickler. Eine große Beeinträchtigung für den Ort sieht Waldbesitzer von Kieckebusch dennoch nicht. Ein Berg und Bäume sorgten dafür, dass die Windanlagen von Elmshagen noch nicht einmal zu sehen seien.

„Über eigene Wege“

Außerdem will der Landwirt mögliche Bedenken der Bürger zerstreuen, dass die Zufahrt zur Baustelle über öffentliche Wege bei Elmshagen erfolge. Die Fahrzeuge rollten über seine eigenen Feldwege bei Hoof.

Das Gemeindeparlament soll sich in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 30. August, mit dem Bebauungsplan für den Saukopf befassen. Danach wird der Plan für einen weiteren Monat öffentlich ausgelegt. Danach kommt dieser erneut in die Gemeindevertretung.

Unweit des Standortes sind weitere Windparkprojekte auf dem Vormarsch. Parallel plant von Kieckebusch zusammen mit der Gemeinde Schauenburg und einem Investor, der Firma GP Joule, eine Anlage mit sechs Rotoren auf dem Lindenberg bei Breitenbach. Und die Kommunen Baunatal, Edermünde, Niedenstein und Gudensberg prüfen den Aufbau eines Windparks ebenfalls auf dem Langenberg zwischen Ermetheis und Besse.

Von Sven Kühling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.