Bürgerversammlung in Lohfelden: Einwohner beklagen Vandalismus, dunkle Gehwege und Übergriffe

Zweifel an Sicherheit im Ort

Wolfgang

Lohfelden. Vandalismus an Halloween, Schlaglöcher in den Straßen und zu dunkle Gehwege: Während der nur mäßig besuchten Bürgerversammlung in Lohfelden kamen unterschiedliche Themen zur Sprache. Bürgermeister Michael Reuter (SPD) und seine engsten Mitarbeiter stellten sich den Fragen und Anregungen der Bürger und informierten über das aktuelle Gemeindegeschehen.

„Man kann eine öffentliche Verfügung erlassen, die es verbietet, an Halloween mit Eierkartons durch die Straßen zu ziehen“, sagte Marko Haselböck. Der Leiter des Ordnungsamtes musste auf Beschwerden über Sachbeschädigungen vom 31. Oktober reagieren. Noch unbekannte Täter hatten in der Söhrestraße – im Schutz von Halloween-Masken – Eier in offen gestellte Fenster und an Hausfassaden geworfen. „Das Badezimmer musste komplett renoviert werden“, berichtete Christa Günther. „Wo bleibt die Sicherheit in Lohfelden?“ Das fragte Dieter Eckert. Ihm seien von mit Alkohol trinkenden Jugendlichen am Bürgerhaus Schläge angedroht worden. Das Ordnungsamt kontrolliere verstärkt, auch nachts, sagte Verwaltungschef Michael Reuter.

Wolfgang Ullmann, früher selbst Feuerwehrchef in Vollmarshausen, war „sauer“, dass während des Lindenfestes das am Gerätehaus geparkte Auto eines Feuerwehrmannes abgeschleppt worden sei. Man habe die Sicherheit der Besucher gewährleisten müssen, hieß es.

Wolfgang Kühn regte an, den Fußweg zum Plateau an der Grillhütte „endlich in Ordnung zu bringen“, während Felicitas Damm die mangelnde Ausleuchtung im Quellenweg und in der Berliner Straße kritisierte. Ein Straßenbeleuchtungskataster soll Besserung bringen: „Dadurch stellen wir sicher, dass die Lampen überprüft und die Leuchtmittel alle fünf Jahre ausgetauscht werden“, sagte Bauamtsleiter Rolf Schweitzer.

Die Prognose von Jochem Wenigmann über die Entwicklung im Gewerbegebiet am Lohfeldener Rüssel fiel optimistisch aus: „Wenn Mercedes gekauft hat, dann sind von der 20,5 Hektar großen Gewerbefläche nur noch 10 000 Quadratmeter übrig. Und die verkaufen wir im nächsten Jahr“, sagte der Kämmerer der Gemeinde.

Auch vom Hochzeitstourismus will Lohfelden künftig profitieren: Im Schlauchturm Vollmarshausen haben sich seit August bereits fünf Paare das Jawort gegeben.

(ppw)

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