Carsten Strzoda (parteilos) und Marko Haselböck (SPD) treten an

Espenau vor der Bürgermeisterwahl: Zweikampf um die Lufthoheit

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Lufthoheit: Wer ab dem 1. Juli 2014 das Sagen in der Gemeindeverwaltung im Ortsteil Hohenkirchen haben wird, wird am Wahlsonntag erst spät am Abend entschieden. Denn die Bürgermeisterwahl wird erst nach Bundestags- und Landtagswahl zuletzt ausgezählt. Unsere Luftaufnahme zeigt den Blick von der Ortseinfahrt aus Richtung Immenhausen auf Hohenkirchen, wo auch die Verwaltung ihren Sitz hat.

Espenau. Seinen neuen Bürgermeister wählt Espenau am kommenden Sonntag. Es ist damit die einzige Kommune im Altkreis, in der an diesem Tag drei Wahlen ausgezählt werden müssen.

Neben der Kür des Verwaltungschefs noch Bundes- und Landtagswahl. Deswegen werden sich die Wähler bis weit in den Abend hinein gedulden müssen. Denn der Urnengang für den Bürgermeister - zur Wahl stehen der parteilose Carsten Strzoda und SPD-Mann Marko Haselböck - wird erst am Ende ausgezählt.

4050 Wahlberechtigte können bei der Bürgermeisterwahl in Espenau ihr Kreuzchen machen. Aber sie finden am Sonntag eine komplett andere Situation vor als noch bei der vergangenen Wahl im Januar 2008. Damals gab es zwar mit Amtsinhaber Michael Wielert (SPD) und Herausforderer Harald Gerke (CDU) ebenfalls zwei Kandidaten. Aber das ist schon das Ende der Gemeinsamkeiten. Denn Gerke stand damals im Wahlkampf von Beginn an auf verlorenem Posten und hatte nicht den Hauch einer Chance, den Chefsessel in der Gemeindeverwaltung zu erobern. Am Ende triumphierte Wielert mit satten 70,8 gegenüber mageren 29,2 Prozent des Christdemokraten.

Die Wahlbeteiligung lag damals bei 73,8 Prozent. In Espenau hofft man, dass sie im Sog der Bundestags- und Landtagswahl ähnlich hoch liegen wird wie 2008. Erwartet wird ein Kopf-an Kopf-Rennen von Strzoda und Haselböck, was sich vergangene Woche auch schon im HNA-Lesertreff zur Bürgermeisterwahl gezeigt hatte: Keiner der Kandidaten konnte mit seinen Argumenten eindeutig punkten.

Anbindung an Busse

Carsten Strzoda

Aber egal, wer gewinnt und sein neues Amt am 1. Juli 2014 antritt - der parteilose Carsten Strzoda oder SPD-Mann Marko Haselböck - sie können ihr Amt relativ stressfrei angehen. Denn das kleine Espenau mit seinen knapp 5000 Einwohnern steht besser da als viele vergleichbare Kommunen. Die Anbindung an Busse und Bahnen ist gut. Aus Hohenkirchen sind es nur wenige Kilometer bis zur Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 1 in Vellmar Nord mit dem Park-and-ride-Platz. In rund 20 Minuten bringt die Tram die Fahrgäste in die Innenstadt. Und die Buslinie 47 bindet die Ortsteile an. Von Mönchehof fährt die Regiotram ab Dezember im 30-Minuten-Takt.

Espenaus neue Mitte bietet zwei Lebensmittelmärkte und eine Bankfiliale. Dazu kommen das neue Sozialzentrum mit Begegnungsstätte, ein modernes Schulzentrum mit Sporthalle und der Kindergarten Espe-Aue. Die Kita „Sonnenhang“ nicht zu vergessen.

Auf Neubürger wartet mit dem Lindenfeld seit Kurzem ein neues Baugebiet mit 50 neuen Plätzen, Besucher können im komfortablen Waldhotel Schäferberg absteigen.

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