Investition in Volkmarsen über 40 Mio. Euro – Neue Jobs

Zweite Logistikhalle für VW wird gebaut

Umstritten in der Bevölkerung: Nicht alle Volkmarser unterstützen eine weitere Logistikhalle am Stadtrand. Archivfoto:  Elke Müller

Volkmarsen/Baunatal. In Volkmarsen wird eine zweite Logistikhalle für den Automobilkonzern Volkswagen entstehen. 90 000 Quadratmeter groß soll die Halle werden, hinzu kommt eine Lagerfläche im Freien mit rund 15 000 Quadratmetern. Wann die Bauarbeiten beginnen, ist allerdings noch nicht klar.

Noch in dieser Woche sollen die Bauanträge eingereicht werden, sagte Reinhard Braun, Prokurist der Rudolph Logistik Gruppe aus Baunatal, am Mittwochnachmittag bei der Vorstellung der Pläne. Rudolph wird den Bau für Volkswagen realisieren. Ob das Logistik-Unternehmen auch Betreiber wird, entscheidet sich erst im nächsten Frühjahr. Entsprechende Ausschreibungen würden derzeit erst durch Volkswagen vorbereitet. Die bisherige Logistikhalle am Volkmarser Stadtrand wird bereits von Rudolph betrieben.

Ob die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen werden, ist ungewiss. Zwischen sieben und acht Monaten Bauzeit sind vorgesehen, so Braun. Ziel von VW sei es, dass die Halle bis August 2014 steht. Investiert werden rund 40 Millionen Euro in das Vorhaben – und damit gut doppelt so viel wie in die bestehende Logistikhalle.

Dort werden derzeit Ersatzteile für Volkswagen gelagert. Solche sollen später auch in der neuen Halle gelagert werden, allerdings werde es „deutlich darüber hinaus gehen“, sagte Reinhard Braun. Auch Verpackung, Vertrieb und weitere Abteilungen sollen an dem Standort untergebracht werden, der laut Braun für Volkswagen strategisch wichtig sei. Mit der zweiten Logistikhalle sollen auch weitere Arbeitsplätze entstehen: in etwa 66 gewerbliche Stellen und zwölf bis 14 kaufmännische Arbeitsplätze, schätzte Braun. Ein Großteil des Verkehrs soll über die Schiene erfolgen. Wie viele Lkw das Zentrum ansteuern werden, ist noch unklar. 

Noch gut vier Wochen haben alle Volkmarser Wahlberechtigten Zeit, ihre Unterschrift für ein Bürgerbegehren abzugeben. Die Bürgerbewegung „Lebenswertes Volkmarser Land“ ruft derzeit dazu auf, sich zu beteiligen. Damit will die Gruppe nicht verhindern, das Logistikgebiet weiter auszuweiten. „Wir wollen aber, dass die Bürger bei wichtigen Richtungsentscheidungen mitbestimmen können“, sagt Hakola Dippel.

Vor gut zwei Jahren hatte die Bürgerbewegung schon einmal ein Bürgerbegehren angestrebt. Rund 650 Volkmarser hatten damals unterschrieben. Doch die Bürgerbewegung verzichtete auf das Begehren, „weil wir uns auf den Kompromiss eingelassen haben“, sagt Dippel.. Doch viele Versprechen seien dann nicht eingehalten worden. Hintergrund ARTIKEL LINKS

Von Julia Renner

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