Forderung von Jugendlichen an die Politik beim Forum vor der Kommunalwahl

Zweites Zuhause soll länger öffnen

Stühle blieben leer: Peter Soltau (links) und Sven Dörrbecker moderierten das Forum zur Jugendpolitik, an dem nur wenige Jugendliche teilnahmen. Foto: Sommerlade

Vellmar. Die Stühle im Piazza blieben weitestgehend leer. Nur wenige Jugendliche nahmen im Vorfeld der Kommunalwahlen am Forum zur Jugendpolitik teil. „Wir hätten uns schon etwas mehr Interesse seitens der Jugendlichen erhofft“, zeigte sich Organisator Sven Dörrbecker vom Stadtjugendring ein wenig enttäuscht von der geringen Teilnehmerzahl.

Gut vorbereitet

Doch die wenigen Teenager, die der Einladung des Stadtjugendrings gefolgt waren, kamen am Sonntagnachmittag zumindest gut vorbereitet ins Piazza. Die Fragen, die sie den vier Politikern auf dem Podium stellen wollten, hatten sie schriftlich fixiert und Moderator Peter Soltau von der Kreisjugendförderung übergeben.

Michael Stöter (CDU), Oliver Ulloth (SPD), Markus Morth (Grüne) und Markus Pape (FDP) sahen sich bei den handgeschriebenen Wünschen vor allem mit der Bitte um längere Öffnungszeiten des Piazzas für die Jugendlichen konfrontiert. „Das Piazza ist so etwas wie unser zweites Zuhause. Daher wäre es schön, wenn es uns Jugendlichen länger zur Verfügung stehen würde als bisher“, sprach die 14-jährige Antonia Israel im Namen aller Jugendlichen im Saal.

Die Politiker waren sich darin einig, dass die Problematik durch die gemeinsame Unterbringung von Jugendarbeit und Kulturarbeit im Piazza verursacht wird. „Eine strikte Trennung von Kultur- und Jugendarbeit ist vonnöten“, fand Morth. Die Möglichkeit, die Kulturarbeit aus dem Piazza abzuziehen und in die Dorfgemeinschaftshäuser zu verlegen, sahen Stöter, Ulloth und Pape durch den Hessentag gewährleistet. „Über den Umweg Hessentag fließen Gelder in die Sanierung der Dorfgemeinschaftshäuser, in denen dann künftig die Kulturarbeit stattfinden könnte“, stellte Ulloth in Aussicht.

Wichtig war allen jugendpolitischen Sprechern, die Kulturarbeit nicht gegen die Jugendarbeit auszuspielen. „Beide Aspekte sind in Vellmar wichtig“, waren sich die Politiker einig.

Angebote erhalten

Einigkeit bestand auch dahingehend, trotz knapper Finanzen das Angebot für Jugendliche zu erhalten. „Wir wollen auch bei knappen Finanzrahmen möglichst viel für die Jugend machen“, versicherten die Podiumsteilnehmer.

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