48 Züchter stellten bei Alttierschau in  Mehrzweckhalle Frommershausen aus

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Züchtet bereits in der vierten Generation: Maximilian Ebner (rechts) mit seinen Zwergwiddern wurde bester Jungzüchter der Schau. Sein Opa Hans Becker (links) ist Kreisverbandsvorsitzender und züchtet seit 50 Jahren Kleinchinchillas.

Vellmar. Blaue Wiener, deutsche Riesenschecken, Kleinchinchillas und 28 andere Kaninchenrassen gab es bei der Kreisverbandsalttierschau des Kleintierzuchtvereins K 76 Vellmar in der Mehrzweckhalle Frommershausen zu bestaunen.

Angeschlossen war die Werbeschau der Handarbeits- und Kreativgruppe Espenau, die aus Kaninchenfellen Kuscheltiere, Handpuppen und Schals herstellt.

„Die Kaninchenzucht ist ein tolles Hobby für Tierliebhaber“, sagte Ausstellungsleiter Lothar Faulstich, der seit 20 Jahren züchtet. „Es macht einfach Spaß sich um die Tiere zu kümmern und sich dabei in der freien Natur zu bewegen.“ Die Zucht sei aber sehr zeitintensiv, das dürfe man dabei nicht vergessen.

48 Züchter stellten ihre Tiere den Preisrichtern vor und ließen sie bewerten. Dabei ging es zum Beispiel um die Körperform der Tiere, die Fellbeschaffenheit, die Größe von Kopf und Ohren und die Krallenfarbe.

Mit 97,5 Punkten wurde eine Blaue Wiener-Häsin von Züchter Günter Nehrettig bewertet. Mit dieser Punktzahl war sie die beste Häsin der Schau. Der 65-Jährige züchtet seit 40 Jahren Kaninchen.

Der beste Rammler der Schau gehörte Dirk Ebert. Sein Kleinsilber-schwarz bekam 97 Punkte von den Preisrichtern. Bester Jungzüchter wurde mit 386,5 Punkten der 15-jährige Maximilian Ebner. Der Schüler züchtet bereits in der vierten Generation Zwergwidder. Sein Opa Hans Becker lernte die Rassekaninchenzucht von seinem Schwiegervater. Becker übertrug sein Hobby auf seine Tochter und diese auf ihren Sohn Maximilian.

Beste Sammlung

Die beste Sammlung der Schau gehörte Heidemarie Warda. Ihre schwarz-weißen Russen erhielten 386,5 Punkte. Der Preis für die zweitbeste Sammlung ging an Armin Fischer, der die Rasse Satin Lux züchtet und ebenfalls 386,5 Punkte erhielt.

Insgesamt waren 288 Tiere an der Schau beteiligt. „Die Zahlen gehen zurück“, sagte Lothar Faulstich. „Vor einigen Jahren hatten wir 700 Tiere auf den Schauen.“ Der Grund dafür sei der Alterungsprozess bei den Züchtern. „Es rücken kaum noch Jüngere nach.“

Auch bei den Kaninchenrassen gibt es Rückläufe auf den Zucht-Schauen zu verzeichnen. „Scheckentiere werden immer weniger, denn sie sind wegen ihrer Fellzeichnung sehr schwierig zu züchten“, erklärte Faulstich. „Die Zwergrassen dagegen werden immer beliebter, da sie einfacher zu halten sind.“ (ptz)

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