Wie in Erdbeben-Film

Wie in Erdbeben-Film: Riss in B520 zwischen Kassel und Schauenburg

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Aufgerissen: Ein etwa zehn Meter langer Spalt öffnet sich auf der Fahrspur kurz vor der Abfahrt in Richtung Baunatal.

Baunatal/Schauenburg. Es ist ein bisschen wie in einem Erdbeben-Film aus Hollywood: Auf der viel befahrenen ehemaligen Bundesstraße 520 zwischen Kassel und Schauenburg hat sich ein etwa zehn Meter langer, zwei Zentimeter breiter Riss aufgetan.

Der Spalt verläuft Mitten über die Fahrspur in Richtung Baunatal. Eine Verkehrsgefährdung bestehe zur Zeit nicht, sagt Horst Sinemus, Pressesprecher der Landesbehörde Hessen Mobil.

Dass es diesen Riss gebe, sei bei den Mitarbeitern der Straßenmeisterei Wolfhagen bekannt, erläutert er. Als ersten Schritt sollen diese den Spalt mit flüssigem Flickmaterial zugießen. Damit werde die Stelle erstmal winterfest gemacht werden.

In einem zweiten Schritt soll sich die Baustoff- und Bodenprüfstelle des Landes um die Angelegenheit kümmern. „Es wird eine Prüfung vorbereitet“, kündigt der Sprecher an. Das Umfeld der Straße werde dabei genau unter die Lupe genommen. Laut Sinemus treten solche Risse immer mal wieder auf Straßen auf. Der Fahrbahnbelag der ehemaligen B 520 sei zudem schon älter, da könne es schonmal dazu kommen.

Aus der Nähe betrachtet: So sieht der Riss in der Straße aus.

Manchmal brechen auch ganze Teile aus Straßen heraus. Vor einigen Jahren warbeispielsweise ein längerer Abschnitt der Druseltalstraße in Kassel unterhalb des Abzweigs zum Herbsthäuschen abgesackt. Damals wurde der frühere Bergbau im Habichtswald mit seinen unterirdischen Stollen für das Setzen des Bodens verantwortlich gemacht.

In Bergbaugebieten komme so etwas häufiger vor, sagt Sinemus. Auch da, wo Abwasserkanäle kaputt seien, gebe es manchmal Unterspülungen. Aus der jüngeren Zeit sind dem Hessen-Mobil-Sprecher allerdings in der Region keine gravierenderen Fälle bekannt.

Von Sven Kühling

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