Bildhauer-Symposium in Ahnatal gut angenommen - Ausstellung im Yogahaus

Zwischen Natur und Kunst

So wird’s gemacht: Roland Strey erklärt Edelgard Pletsch die richtige Technik, um den Stein zu behauen.

Ahnatal. Bildhauer bewegen sich auf einem Grat zwischen Natur und Kunst: Zum einen gilt es, Abstraktion und künstlerische Ideen zu entwickeln, zum anderen, einen Stein als natürliche Vorlage nach diesen Ideen zu gestalten.

Erstmalig bot der Ahnataler Künstler Roland Strey ein Bildhauer-Symposium in Ahnatal an und fand bei seiner Premiere Unterstützung von Bettina Mila Smit, Leiterin des Ahnataler Yogahauses, auf deren Grundstück das Angebot stattfand.

In Smits großem Garten konnten die zwölf Teilnehmer, darunter auch vier Jugendliche, in natürlicher Umgebung an ihren Steinen arbeiten. Als Material dienten Ytong- und Sandsteine. Für fast alle Kursteilnehmer war es das erste Bildhauerseminar.

„Mir gefällt das Angebot gut, da man sein eigenes Werk ohne große Anleitungen machen kann“, meinte die 15-jährige Britta. Auch Elke Rausch bearbeitete erstmalig einen Stein mit Hammer und Meißel. „Es ist zwar anstrengend, aber an diesem idyllischen Platz zu arbeiten, macht einfach Spaß“, fand sie.

Roland Strey half je nach Bedarf, doch vor allem ging es dem Ahnataler Künstler darum, dass die Teilnehmer eigene Kreativität zeigten. Anhand zehn goldener Regeln, die einst der Bildhauerkünstler Joram Mariga aufstellte, gab er wertvolle Tipps, die die Hobbykünstler anwenden konnten.

„Es ist mir wichtig, dass alle etwas Abstraktes in ihren Stein integrieren. Einen Stein makellos nach etwas Gegenständlichem oder von der Natur Geschaffenem zu behauen, stellt keinen Reiz dar. Jedes Werk braucht seine eigene Note“, erklärte Strey.

Nachdem alle Teilnehmer erfolgreich ihre Arbeiten beendet hatten, machte Strey eine kurze Exkursion in Sachen Farbenlehre. Alle stellten ihre Farben selbst her, mit denen die Werke bemalt wurden. Anhand einer Zwischenschicht, die auf den Stein aufgetragen wurde, bleibe die Farbe, die auf Acrylbasis hergestellt wurde, mindestens zwölf Jahre haften, hieß es.

Die entstandenen Werke werden in einer Ausstellung am Samstag, 23. Juli, ab 13 Uhr im Ahnataler Yogahaus, Hohlesteinweg 18, präsentiert. (ptk)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.