Abbiegen an Teichstraße schwierig

Wieder lange Staus um Baustelle Loßbergstraße: Kreuzung bleibt Nadelöhr

Kassel. Mit dem Ende der Herbstferien hat sich die Situation auf der Großbaustelle an der Loßbergstraße wieder zugespitzt. Anfang der Woche kam es im Berufsverkehr zu langen Staus - nach Feierabend standen die Autos in Richtung Harleshausen zum Teil bis hinter die Unterführung am Bahnhof Wilhelmshöhe.

Zeitgleich mit dem höheren Verkehrsaufkommen nach Ferienende wurde die Baustelle umgebaut. Seit Montag wird der Verkehr auf der östlichen, bereits erneuerten Fahrbahnhälfte entlanggeführt. Die Probleme auf der Teichstraßenkreuzung haben dadurch eher zugenommen, weil der zur Verfügung stehende Kreuzungsbereich etwas schmaler ist als zuvor.

An Linksabbiegern, die von Harleshausen kommend auf die Berliner Brücke fahren wollen und den Gegenverkehr durchlassen müssen, passen die nachfolgenden Autos häufig nicht vorbei. Trotz grüner Ampel stecken Geradeausfahrer dann fest. Zudem wird es auf der Kreuzung oft eng, wenn auch Linksabbieger von der Gegenseite warten müssen.

Nach dem Umbau der Baustelle müsse sich die Situation erst wieder einpendeln, sagt Christian Petruch vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt. Er rechnet damit, dass sich Lage in einigen Tagen normalisiert. Ob an Linksabbiegern weitere Autos vorbeipassten, hänge aber auch vom Verhalten der Fahrer ab. „Man sollte nicht zu früh stehen bleiben, sondern sich vorsichtig in die Kreuzung reintasten“, rät Petruch.

Christian Petruch

Während der Herbstferien. als die Berliner Brücke gesperrt war, wurde der Verkehr in diese Richtung über die Raabe- und Dag-Hammerskjöld-Straße umgeleitet. Einige Fahrer hatten den Eindruck, dass es durch die fehlenden Linksabbieger auf der Kreuzung zügiger voran ging. Als Dauerlösung werde man die Umleitung nicht einrichten, sagt Petruch. Zum einen wolle man den Verkehr nicht durch das Wohngebiet leiten, zum anderen seien die schmalen Seitenstraßen nicht für das wesentlich höhere Verkehrsaufkommen außerhalb der Ferien ausgelegt.

Gezielt wird auch kein Verkehr durch die Straßen in Kirchditmold umgeleitet. Allerdings suchen sich viele Ortskundige Schleichwege zwischen Harleshäuser und Heßbergstraße. Zum Teil staut sich der Verkehr sogar in den Wohngebieten. Es habe schon Beschwerden von Anwohnern gegeben, bestätigt Petruch. Für den Durchgangsverkehr sperren könne man die Straßen aber nicht. Man habe großräumig Hinweistafeln aufgestellt, damit Autofahrer auf andere Strecken wie die Wolfhager Straße ausweichen können.

Noch bis Ende 2013 wird an der Loßbergstraße gebaut. Danach soll die Kreuzung, die derzeit nicht einmal halb so viele Autos bewältigt wie zuvor, deutlich leistungsstärker sein. Die Staus, die seit Jahren an der Tagesordnung waren, sollen dann ein Ende haben.

Von Katja Rudolph

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