Sechs türkischstämmige Familien haben bei der Polizei bereits Anzeige erstattet

Kripo: Neue Betrugsmasche auf Facebook

Kassel. Mit einer möglicherweise neuen Welle betrügerischer Facebook-Nachrichten befasst sich das für die Bekämpfung der Internetkriminalität zuständige Zentralkommissariat 50 des Polizeipräsidiums Nordhessen.

„Wir haben bereits ein halbes Dutzend Anzeigen ausschließlich türkisch stämmiger Menschen in Bearbeitung, die in den letzten Wochen mit gefälschten Facebook-Nachrichten im Zusammenhang mit dem Bezahldienst ZONG geschädigt wurden“, sagt Kriminalhauptkommissar Rainer Franke.

Bei dieser Betrugsmasche erhielten die Opfer eine Facebook-Nachricht, mit der ihnen vorgetäuscht wird, es handele sich bei dem Absender um einen Verwandten. Im weiteren Verlauf des Facebook-Verkehrs bittet der vermeintliche Angehörige zunächst eine Nummer zu bestätigen, die ihm auf sein Mobiltelefon geschickt wird. Im Anschluss erhält der Getäuschte weitere Nummern, die er dem Angehörigen übermitteln soll.

Tatsächlich habe der Täter aber zuvor über den Bezahldienst ZONG ein Konto eingerichtet und dabei die Mobilfunknummer des Opfers hinterlassen. Zur endgültigen Kontoeinrichtung sende ZONG eine SMS an die Handynummer. Mit Bestätigung dieser Nummer durch das Opfer sei dann das Konto eingerichtet.

Der Täter könne nun online einkaufen und lasse die Zahlencodes/Transaktionsnummern per SMS auf die Mobilfunknummer des Opfers senden. Der Täter bittet nun das Opfer mit einer weiteren SMS, ihm diese Nummern durchzugeben. Nach Erhalt der Nummern nutze der Täter diese zur Eingabe in das Bestellformular und kaufe im Internet auf Kosten des Opfers ein.

Die Polizei rät: „Seien Sie sensibel. Wenn Sie Nachrichten bekommen, mit denen Sie Zahlencodes bestätigen oder weitergeben sollen, vergewissern Sie sich, dass der Empfänger auch tatsächlich die Person ist, für die Sie sie halten“, so Kriminalhauptkommissar Franke. (use)

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