Kripo warnt vor Betrug mit Paketagenten

Polizeisprecherin Sabine Knöll.

Kassel. Die Kriminalpolizei warnt vor einer Betrugsmasche, bei der insbesondere Arbeitssuchende in Internetjobbörsen oder per E-Mail als Paket- oder Finanzagenten angeheuert werden. Hinter dem Versprechen von „schnell verdientem Geld von zu Hause aus“ steckten Betrüger, die Arbeitslose für ihre kriminellen Machenschaften einspannen wollten.

Nach Angaben von Polizeisprecherin Sabine Knöll würden die Täter einen Arbeitsvertrag anbieten, bei dem der Arbeitssuchende als angeblicher Angestellter bequem von zu Hause aus ein hohes Einkommen erzielen könne. Der Arbeitssuchende müsse lediglich seine Anschrift für Warenlieferungen zur Verfügung stellen, die angelieferten Pakete dann mit einem anderen Adressaufkleber versehen beziehungsweise die Ware umpacken und dann weiter ins Ausland versenden.

Die erste große Überraschung stellt sich nach Angaben der Ermittler wenige Wochen später ein. Dann flatterten nämlich die ersten Mahnungen der Internet-Händler oder deren Inkasso-Büros in den Briefkasten. Denn die Waren stammten aus betrügerischen Einkäufen. Bei den Online-Einkäufen werde als Lieferanschrift die des angeworbenen Opfers angeführt. Da die Abbuchungen von den Konten der betrügerisch eingesetzten Kontoverbindungen storniert würden, hielten sich die Internet-Händler an die jeweiligen Empfänger.

Die zweite Überraschung folge, wenn die Polizei vor der Tür steht und den angeblich Angestellten erkläre, dass gegen sie ermittelt werde. Denn nach dem Geldwäsche-Paragraphen mache man sich strafbar, wenn man rechtswidrig erlangte Vermögenswerte ins Ausland verschicke, so Knöll. Selbst wenn dies - wie in diesen Fällen aus Sicht der angeheuerten Arbeitssuchenden - fahrlässig geschehene sei. (use)

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