Kreiselternbeirat fordert bessere Bedingungen bei der Eingliederung behinderter Schüler in den Unterricht

Kritik: Lehrer hängen in der Luft

Stephan

Kreis Kassel. Der Kreiselternbeirat (KEB) will sich in den nächsten zwei Jahren kritisch mit der geplanten Eingliederung behinderter Schüler in den Regelschulbetrieb (Inklusion) auseinandersetzen und bessere Arbeitsbedingungen für die Pädagogen einfordern. Das kündigte der wiedergewählte Vorsitzende des KEB, Stephan Wassmuth (Lohfelden), jetzt gegenüber der HNA an.

Mit der Inklusion würden auch verhaltensauffällige Kinder in die Klassen kommen. Darauf seien Lehrer nicht genügend vorbereitet. „Es gibt noch keine Möglichkeit für Lehrer, sich konkret weiterzubilden. Sie hängen in der Luft“, sagte Wassmuth.

Für Januar plane der KEB eine Informationsveranstaltung mit einem Behindertenverband, kündigte der Elternbeiratsvorsitzende an.

Der Kreiselternbeirat vertritt die Eltern aller Schulformen im Landkreis Kassel. Zu Wassmuths Stellvertretern wurden Alexander Klünder (Kassel) und Axel Lecke (Ahnatal) gewählt.

Probleme mit Engagement

Die Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt und dem Kasseler Stadtelternbeirat bezeichnete Wassmuth als gut. Allerdings gebe es Probleme, genügend engagierte Eltern zu finden. Zwei Schulen im Landkreis hätten gar keinen Elternbeirat. „Das finde ich schlimm“, sagte Wassmuth. Nicht nur die Kinder, auch die Eltern benötigten beim Übergang von der Kita zur Grundschule anscheinend Unterstützung.

Durch den Aufbau eines Netzwerks zwischen dem KEB und dem Kasseler Elternbeirat wolle man die Verwaltungsarbeit auf mehrere Schultern verteilen. (pdi) Foto: Dilling

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