Anwohner in Waldau beklagen mangelnde Ausleuchtung

Kritik: Neue Laternen liefern zu wenig Licht

Anlieger-Kritik über die nicht ausreichende Straßenbeleuchtung an der Nürnberger Straße: Karin und Gerhard Brandt (73) stehen an einer der fünf an der Linge neu aufgestellten Laternen. Foto: Wohlgehagen

Waldau. Rund 1200 Euro sollen Karin und Gerhard Brandt als Straßenbeitrag für die Aufstellung von fünf neuen Straßenlampen an der Nürnberger Straße zahlen. Das hatte die Stadt Kassel vor der Durchführung der Maßnahme angekündigt. Aber das Ehepaar Brandt ist mit der Qualität der jetzt vor den Häusern an der Linge installierten Beleuchtungsanlage nicht zufrieden.

„Die Laternen sind viel zu niedrig und strahlen nur nach unten, abends wird der Fußweg zur Bushaltestelle in der Breslauer Straße zum Problem“, sagte Karin Brandt. Die alten Masten, so die 68jährige Rentnerin weiter, wären mindestens zwei Meter höher gewesen und hätten einen größeren Bereich ausgeleuchtet.

Während der Ortsbeiratssitzung kritisierte auch Waldemar Karl das Vorgehen der Stadtverwaltung. Bei den Straßenbeiträgen für die neue Beleuchtungsanlage würden das Alter der Häuser und die finanzielle Situation der Eigentümer nicht ausreichend berücksichtigt, sagte der Bürger.

Ortsvorsteher Joachim Bonn (SPD) zeigte Verständnis für den Unmut und die Situation der Anlieger, verwies aber auf die Planungshoheit der Stadt. Der begrenzte Lichtpegel sei ein Nachteil der modernen LED-Technik. Man habe die Stadt seinerzeit jedoch nicht dafür gewinnen können, mehr ins örtliche Bild passende Leuchten aufzustellen, sagte der Ortsvorsteher. Zahlungserleichterungen besonderer Art habe die Stadt den betroffenen Anliegern nicht angeboten, sondern auf die üblichen Bedingungen von Ratenzahlung oder Stundung verwiesen, so Joachim Bonn.

Der Ortsbeirat sprach sich im weiteren Verlauf der Beratungen einstimmig dafür aus, der Stadt Kassel die Ergänzung beziehungsweise Änderung der Straßenbeleuchtung am Weg hinter der Kita 2 zum Wahlebach, an der Verbindung von „Am Stege“ zum sogenannten Mistweg und an der Einmündung Am Kreuzhof/Waldemar-Petersen-Straße vorzuschlagen. (ppw)

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