Hohe Gebühren lösten im Ortsbeirat eine heftige Debatte aus - Jetzt werden Laufpaten für die Kinder gesucht

Kritik an Startgeld für Mini-Marathon

wehlheiden. „Unser Ziel ist es, für alle Kinder Laufpaten zu finden, die ihnen die Startgebühren für den Mini-Marathon zahlen“, sagte Winfried Aufenanger jetzt dem Ortsbeirat Wehlheiden. Der Beirat hatte den Organisator des Marathon-Laufs zur Sitzung eingeladen, um mit ihm die Finanzierung der Startgebühren für den Nachwuchs des Sportereignisses zu klären.

Anlass dafür war dem Beirat das Anliegen einer Lehrerin aus Wehlheiden gewesen. Sie war kürzlich an den Beirat mit der Bitte herangetreten, Geld für den Mini-Marathon bereitzustellen. Zwölf Euro Startgebühr könnten viele nicht aufbringen, hatte Pädagogin Petra Machmar erklärt.

Jetzt rechnete Aufenanger vor, dass er eigentlich 18 Euro Startgebühr für einen Mini-Marathon-Teilnehmer nehmen müsse. Positionen wie etwa Bankkosten, Startnummern, Medaillen, Urkunden, Absperrungen und Genehmigungen ergäben diesen Betrag.

„Zwölf Euro schrecken ab“, sagte Anke Bergmann (SPD). 15 Euro, wie für das nächste Jahr geplant, seien definitiv zu viel, stellte Dr. Marianne Hornung-Grove (Grüne) klar.

„Wir bewegen mit dem Marathon-Lauf die Region“, hielt Aufenanger dagegen. Er kritisierte den Ortsbeirat dafür, dass dieser dem Versuch der Lehrerin, „auf kreative Weise einen Sponsor zu finden“, wie er sagte, nicht gleich entsprochen und Bedenken hatte, dafür Dispomittel zu geben.

Geld aus Weihnachtssingen

Für den Mini-Marathon 2011 bekommt die Hupfeldschule 500 Euro. Das Geld kommt nicht aus den Dispomitteln, sondern aus dem Erlös eines Weihnachtssingens im Stadtteil, wie Ortsvorsteher Norbert Sprafke (SPD) berichtete. Dies sei aber keine Dauerlösung, machte der Beirat Aufenanger gegenüber deutlich. „Das Weihnachtssingen ist keine Bank für die Zukunft“, brachte es Hornung-Grove auf den Punkt. Sie fragte Aufenanger mehrfach, was er unternehme, um die Gebühren zu verringern. „Die Kosten können nicht reduziert werden“, entgegnete er.

Ortsbeiratsmitglied Gabriele Schulz (CDU) forderte, auch beim Sponsoring der Startgebühren sollten die Kinder einen symbolischen Beitrag zahlen, damit sie den Wert der Unterstützung schätzen lernten.

Der Titelsponsor des Marathons, Eon Mitte, übernimmt die Kosten für 1500 Startplätze. Schulen können sich bis zum 21. Januar per E-Mail (info@kassel-marathon.de) für die Eon-Verlosung bewerben. Weitere Infos zum Marathon vom 20. bis 22. Mai 2011 auf www. kassel-marathon.de

Von Sabine Oschmann

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