Sportamt und KSV Hessen Kassel suchen nun nach Lösung für letzten Spieltag

KSV Heimspiel und Kassel-Marathon: Termin-Kollision fiel nicht auf

Kassel. Wegen des Kassel-Marathons ist das Auestadion am Samstag, 19. Mai 2012, bereits vergeben. Dort nämlich soll im kommenden Jahr der Bambinilauf mit 4000 Schülern stattfinden. Gleichzeitig hat der KSV an diesem Tag aber sein letztes Heimspiel vor der Sommerpause.

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„Es tut uns leid für den KSV“, sagt Winfried Aufenanger. „Wir können aber an unserem Termin nichts mehr ändern.“ Der Veranstaltungschef des Eon Mitte Kassel Marathon war wohl der erste Verantwortliche, der realisiert hat, dass da etwas gehörig schief gelaufen ist; dass das Sportamt der Stadt Kassel das Auestadion am 19. Mai 2012 gleich zwei Veranstaltern versprochen hat: den Organisatoren des Marathons und dem KSV Hessen Kassel, Hauptmieter der Sportstätte.

Anfang Juli hatte Aufenanger in der HNA gelesen, dass am 19. Mai das letzte Heimspiel der Löwen stattfinden soll. Für diesen Tag ist allerdings der Bambinilauf des Marathon terminiert. Zieleinläufe von 4000 Schülern stehen im Auestadion auf dem Programm. Ausgeschlossen, so Aufenanger, dass dort zeitgleich ein Regionalligaspiel stattfindet. Daraufhin habe er beim Sportamt angerufen, sagt Aufenanger.

Dort habe man sich sehr überrascht gegeben und ihm mitgeteilt, es habe gar keine Anfrage seitens des KSV Hessen Kassel wegen des Termins am 19. Mai gegeben. Diese Auskunft, die Aufenanger bekommen hat, stimmt so nicht. Der HNA liegen Unterlagen vor, wonach der KSV-Vorstand bereits am 15. Juni dem Sportamt den vorläufigen Spielplan für die Regionalliga Süd geschickt hat. Alle Spieltage sind aufgelistet, auch der letzte am 19. Mai 2012. Dem KSV sei nicht mitgeteilt worden, dass das Auestadion an diesem Tag bereits besetzt ist, sagt KSV-Geschäftsführer Giuseppe Lepore. Das hat gestern nach langem Hin und Her auch Dr. Andrea Fröhlich, Leiterin des Sportamts, bestätigt.

Dass die beiden Termine kollidieren, sei nicht aufgefallen. Fröhlich gibt sich aber zuversichtlich: Die Stadt und der KSV wollten sich wegen dieser Terminpanne nicht den Schwarzen Peter zuschieben. Gemeinsam suche man nach einer Lösung.

Beim KSV hatte man sich überlegt, dass man das Heimrecht mit dem Gegner Großaspach einfach tauschen könnte. Das hätte zur Folge, dass das Heimspiel gegen Großaspach in der Hinrunde statt in der Rückrunde stattfindet. Da macht aber der Süddeutsche Fußball-Verband nicht mit. Das würde einen zu massiven Einschnitt bedeuten, sagt Referent Martin Schweizer. Ein Verein hätte dann drei Heimspiele, der andere drei Auswärtsspiele hintereinander.

Laut DFB-Statuten müssen die letzten beiden Spiele einer Saison auch alle zeitgleich angepfiffen werden, um eine Wettbewerbsverzerrung auszuschließen. Von daher scheide die Möglichkeit aus, dass der KSV das letzte Heimspiel vorverlegt. Das könne man nur beantragen, so Schweizer, wenn es in dem Spiel für beide Mannschaften um nichts mehr gehe - weder um den Aufstieg noch um den Abstieg. So bleibt hoffentlich nur die letzte Möglichkeit, dass die Löwen am 19. Mai umziehen: in das Ausweichstadion nach Baunatal.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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