Bau einer großen Flüchtlingsunterkunft auf wäre möglich

Künftig Flüchtlinge in Salzmann-Fabrik in Kassel?

Kassel. Ist das Industriedenkmal Salzmannfabrik noch zu retten? Der Bau einer großen Flüchtlingsunterkunft auf dem Areal im Gewerbegebiet an der Sandershäuser Straße könnte eine Lösung sein.

Die hessische Landesregierung hat die bisher geltende Zeitbegrenzung bis 2019 für den Betrieb von Flüchtlingsunterkünften in Gewerbegebieten aufgehoben. Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) will damit Investoren eine langfristige Perspektive bieten. Damit verbindet sich die Hoffnung auf neue feste Quartiere, die Hessen dringend braucht.

Lexikonwissen:

-Salzmann im Regiowiki

Das kürzlich in Calden geschaffene Zeltlager für 1000 Flüchtlinge taugt kaum für die Unterbringung im Herbst und Winter. Aus dem Kasseler Rathaus, wo die neue Idee für eine künftige Nutzung der leerstehenden Salzmann-Fabrik bereits erörtert wird, gab es am Montag noch keine Stellungnahme dazu. „Wir brauchen ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept“, sagt Salzmann-Eigentümer Dennis Rossing (Rosco Unternehmensgruppe Bad Hersfeld). Damit könnten Investitionen ausgelöst werden, die das Industriedenkmal erhalten könnten. Zu seinen konkreten Ideen, wie es auf dem Salzmann-Areal weitergehen könnte, will sich Rossing noch nicht äußern.

Nach dem Rückzug der BHB Bauwert Holding, die auf dem Salzmann-Gelände in Bettenhausen 450 Wohnungen errichten wollte, ist die Zukunft des hochrangigen, aber vom Verfall bedrohten Denkmals wieder offen. BHB-Chef Uwe Birk hatte den Rückzug vom Kaufvertrag mit Differenzen mit Eigentümer Rossing sowie mit zu hohen Risiken für die Investition in Höhe von 85 Millionen Euro begründet. Weil gewerbliche Nachbarn des Grundstücks Bedenken gegen eine Wohnbebauung vorgetragen hatten, befürchtet Birk, wegen daraus resultierender Rechtsstreitigkeiten über Jahre nicht bauen zu dürfen.

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