6,1 Mio. Euro für Ausbau der Stadthalle sollen über Vermarktung wieder reinkommen

Künftig mehr Kongresse

Peter Ley

KASSEL. Im Rathaus verbindet man große Hoffnungen mit dem Ausbau des Kongress Palais Stadthalle. „Mit der Investition stehen wir viel besser da als vorher“, sagt Kämmerer Dr. Jürgen Barthel. Dies hätten Gutachten belegt. Barthel ist Aufsichtratsvorsitzender der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG) der Stadt Kassel, die für die Stadthalle zuständig ist.

Die Tagungszentrum Stadthalle (TSK) GmbH, die zu 100 Prozent der Stadt gehört, trägt die Kosten für den Ausbau. Sie sind mit 6,1 Millionen Euro veranschlagt. Davon sind 770 000 Euro für die Aufstockung des Parkhauses Kattenstraße vorgesehen. Die Investition soll über eine noch bessere Vermarktung der Stadthalle wieder hereinkommen.

Nach Angaben von Kassel-Tourist-Chef Knut Seidel ist die Stadthalle zu 80 Prozent ausgelastet. Der Umsatz liegt bei 1,5 Millionen Euro im Jahr. Er soll nach dem Ausbau um 600 000 Euro steigen. Dann seien auch größere Kongresse und Parallelveranstaltungen möglich, was derzeit nicht machbar sei. Laut Seidel haben sich die Anfragen seit 2006 verdoppelt. Ein Teil der Interessenten komme wegen fehlender Raumkapazitäten nicht zum Zuge, ein anderer wegen Terminmangels.

Mit dem Ausbau wächst das Raumangebot um 2900 auf 8000 Quadratmeter. Damit erhöht sich der Spielraum für Tagungen und Veranstaltungen, die wie die Comic-Messe Connichi und der Diabetikertag zurzeit an Grenzen stoßen.

Mehr Besucher bedeutet aber auch, dass mehr Parkplätze gebraucht werden. 36 zusätzliche Stellplätze sollen nach Angaben von GWG-Chef und TSK-Geschäftsführer Peter Ley auf einer zusätzlichen Ebene im Parkhaus an der Kattenstraße entstehen. Zurzeit können dort 161 Besucher parken. Außerdem will man bei etwa 50 abendlichen Großveranstaltungen den Konzertgarten fürs Parken öffnen, wenn alle Parkhäuser voll sind. Damit stünden 96 weitere Parkplätze zur Verfügung.

Anwohnerparkplätze

Bei 15 geplanten Großveranstaltungen mit über 1000 Besuchern im Jahr werden die Parkplätze an der Stadthalle laut Ley künftig trotzdem nicht ausreichen. Gemeinsam mit KVG, NVV und Bahn will man deshalb versuchen, mehr Besucher für öffentliche Verkehrsmittel zu gewinnen. Außerdem regt die TSK die Ausweisung von Anwohnerparkplätzen rund um die Stadthalle an. „Das würde zu einer deutlichen Verbesserung für die Anwohner und zu einer besseren Auslastung der Parkhäuser führen“, sagt Ley.

Archivfoto:  nh

Von Ellen Schwaab

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.