Diskussion um Obelisken

Künstler will, dass Obelisk auf dem Königsplatz bleibt

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Der Obelisk steht seit der documenta 14 auf dem Kasseler Königsplatz. 

Kassel. Der Künstler Olu Oguibe will, dass sein Obelisk auf dem Königsplatz stehen bleibt. Das Kunstwerk „würde nirgendwo sonst existieren“, schreibt er an das Kunstmagazin "Monopol". 

Oguibes Galerist Alexander Koch (Berliner Galerie KOW) erklärte zeitgleich, dass der Obelisk für das gespendete Geld  – es kamen 126 000 Euro zusammen – zu haben sei. Ein anderer Standort als der Königsplatz komme allerdings nicht infrage. Galerist Koch: „Eher bauen wir das Werk wieder ab.“ Ursprünglich hatte Oguibe für den Obelisken 600.000 Euro gefordert.

Der Kasseler Magistrat hatte einhellig vorgeschlagen, dass der Obelisk auf dem Holländischen Platz aufgestellt werden soll. Man wolle den Königsplatz für die Macher der kommenden documenta freihalten. Entscheiden über den Standort muss letztlich die Stadtverordnetenversammlung.

„Nur auf dem Königsplatz“: Künstler Olu Oguibe

Oguibe betont in seinem Schreiben an das Magazin „Monopol“, dass der Obelisk ein „ortsspezifisches Monument“ sei. Auf dem Königsplatz sei das Kunstwerk inzwischen Teil des Alltags geworden. Auf den Stufen des Sockels würden Babys gestillt und Telefonate in den unterschiedlichsten Sprachen geführt. Der Platz sei eine Schnittstelle zwischen alteingesessenen Kasselern und Neuankömmlingen, die sein Monument zum Thema habe.

Oguibe kritisiert, dass „der Bürgermeister von Kassel und die SPD“ entschieden hätten, den Obelisken zu versetzen. Damit wolle man sich „die AfD vom Hals halten.“ Die AfD hatte in der Vergangenheit den Obelisken als „entstellte Kunst“ bezeichnet. Er wehre sich dagegen, dass mit dem Obelisken Parteipolitik betrieben wird“, schreibt der Künstler.

Zum Uni-Standort Holländischer Platz meint er: „Wenn ich eine Skulptur für Studenten gewollt hätte, hätte ich eine gemacht. Der Obelisk ist für alle, nicht nur für die Outsider in der Nordstadt.“

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