Ortsbeirat stimmt Abriss der Treppe in Goetheanlage zu - Sorge um Zukunft der Station 15

Künstler suchen eine neue Bleibe

vorderer westen. Die alte Trafostation in der Goetheanlage wird abgerissen. Bei drei Enthaltungen stimmten die Mitglieder des Ortsbeirats Vorderer Westen während ihrer jüngsten Sitzung den Plänen zu, die Volker Lange vom städtischen Umwelt- und Gartenamt und Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) für die Goetheanlage mitgebracht hatten. Der Ortsbeirat will die in der Trafostation ansässige Künstlergruppe Station 15 bei der Suche nach einem neuen Raum unterstützen.

Die Stadt habe die Trafostation lange Jahre für eine Zwischennutzung zur Verfügung gestellt, hatte Nolda eingangs erklärt. Deshalb seien auch keine Kosten angefallen. Nun aber sei das Gebäude so baufällig, dass es nicht mehr verkehrssicher sei. Die Kosten für den Abriss und eine Neugestaltung der Außenfläche bezifferte der Stadtbaurat auf etwa 270 000 Euro. Das Geld sei auch schon in den Haushalt eingestellt worden.

Eine Sanierung, bei der man sich nach den neuesten Baurichtlinien auch etwa um Dämmung und Belüftung hätte kümmern müssen, liege bei 500 000 Euro. Ein Neubau sei gar mit 700 000 Euro veranschlagt worden. Bei diesen Kosten einen Kunstraum neu herzustellen, sei politisch nicht durchsetzbar, erklärte Nolda. Eine Meinung, der sich die Politiker anschlossen.

Ortsvorsteher Wolfgang Rudolph (SPD) schlug vor, die Beiratsmitglieder könnten „ihre Fühler ausstrecken“, um eine andere Möglichkeit zu finden, die Betreiber der Station 15 im Vorderen Westen zu halten. Henner Koch vom Kulturamt sicherte ebenfalls seine Unterstützung zu. Zunächst sollten jedoch die Künstler ihre Pläne und Vorstellungen für ein neues Domizil darlegen. Die Vertreter der Gruppe seien zurzeit im Ausland, erklärte Rudolph. Zusammensetzen könne man sich erst nach ihrer Rückkehr.

Die Pläne, die Volker Lange vorgestellt hatte, hatten den Politikern gut gefallen. Er erklärte, man nutze nicht nur die Chance, die Goetheanlage zu sanieren, sondern auch behindertengerecht zu machen. Die Planer wollen den kleinen Kiosk erhalten – allerdings nicht zwingend im Park. Das baufällige Gebäude soll abgerissen, das historische Dach zunächst eingelagert werden. Der Ortsbeirat regte an, es für einen Unterstand in der Anlage zu verwenden.

Das Westende der Goetheanlage soll mit zusätzlichen Bänken als Treffpunkt für Jugendliche attraktiv bleiben. Die Bauarbeiten sollen laut Lange „zeitnah im Frühjahr beginnen“. (prs)

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