350 Veranstaltungen lockten viele Besucher

Kultur pur bei der Museumsnacht: Grimmwelt war Höhepunkt

Feurige Angelegenheit bei der Museumsnacht selbst bei eher widriger Witterung: die Vorführung der Kasseler Feuertänzer an der Löwenburg – links im Hintergrund der wolkenverhangene Herkules. Fotos: Dieter Schachtschneider

Kassel. Die neue Grimmwelt am Weinberg war der absolute Höhepunkt der Kasseler Museumsnacht 2015.

Das war am Samstagabend auch an den Kulturstandorten nahe Bergpark und Herkules zu spüren. Viele Besucher kamen zum Schloss Wilhelmshöhe, zur Löwenburg und zu den letzten beleuchteten Wasserspielen des Jahres. Von einem Massenandrang konnte aber keine Rede sein.

Die Museumsnacht auf Kassel Live.

Das hatte für die, die trotz der Regenschauern gekommen waren, seine Vorteile. Denn so vermochten die Besucher ganz in Ruhe Kultur pur zu genießen. Die nämlich wurde ihnen unter anderem mit der Antikensammlung, der Gemäldegalerie Alte Meister und der graphischen Sammlung im Schloss geboten. Auf besonderes Interesse stieß erwartungsgemäß die Sonderausstellung mit Werken von Lucas Cranach dem Älteren. Dort, im zweiten Stock, drängten sich die Besucher oft dicht an dicht in den Gängen.

Über die Region hinaus

Die Museumsnacht in Kassel lockte wieder viele Menschen aus der ganzen Region und weit darüber hinaus an. Familie Kramer zum Beispiel war extra aus dem südhessischen Gießen angereist und wollte sich nach Besichtigung und Führung im Schloss Wilhelmshöhe noch am Abend auf den Heimweg machen.

Musik, Fantasie-Figuren und Feuertänze wurde den Besuchern im Außenbereich vor dem Schloss und an der Löwenburg geboten – leider bei meist eher widrigen Witterungsverhältnissen. Darunter zu leiden hatten vor allem auch die Gastronomiebetriebe. Nur wenige Gäste fanden sich bei Regen und Wind zum Verweilen unter den Zelten und Sonnenschirmen ein – trotz beeindruckender Aussicht auf das illuminierte Schloss auf der einen Seite sowie Herkules und Bergpark auf der anderen.

Besucherschlangen bildeten sich bei dieser Museumsnacht in Wilhelmshöhe nur am Startpunkt zu den Führungen durch das Schloss. Diese hatten unter anderem die Geschichte der berühmten Kasseler Kunstsammlung, den Weitblick eines Lucas Cranach sowie die französische Plakatkunst eines Henri Toulouse-Lautrec zum Thema.

Museumsnacht in Kassel

Unmut löste bei einigen Museumsnacht-Besuchern die Parkplatz-Gebühr am Herkules aus. Wer gegen 21 Uhr dort den Beginn der beleuchteten Wasserspiele sehen wollte, der musste sieben Euro für das Abstellen seines Autos bezahlen. Zum Vergleich: Das Ticket für die komplette Museumsnacht kostete gerade einmal neun Euro.

Da dieses Ticket vor der Parkgebühr nicht verschonte beziehungsweise nicht angerechnet wurde, machten einige Autofahrer an der Zahlstation auf dem Weg zum Herkules gleich wieder kehrt.

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