Nordostflügel womöglich nicht sanierbar

Deutsche Bahn erwägt Teil-Abriss des Kulturbahnhofs

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Baustelle Hauptbahnhof: An der Nordseite wird momentan die Fassade saniert. Die Gelben Tanks enthalten Beton.

Kassel. Die Bahn erwägt den Abriss des derzeit eingerüsteten Nordostflügels des Kulturbahnhofs. Grund: „Nicht nur die Fassade, sondern auch das Haupttragewerk des Gebäudes könnte derart stark beschädigt sein, dass nur noch ein Rückbau infrage kommt“, heißt es bei der Bahn.

Im Gebäude untergebracht sind aktuell die Caricatura sowie verschiedene soziale Dienste des Landkreises. Allerdings sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, die Testphase laufe noch, in einigen Wochen wisse man mehr, heißt es.

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Systematisch werde derzeit der Beton der Unterfassade mit Sandstrahlgeräten abgetragen. „Die so freigelegte Stahlkonstruktion wird dann auf ihre Stabilität hin überprüft“, sagt ein Bahn-Sprecher. Bis jetzt habe sich allerdings gezeigt, dass erhebliche Teile des Stahlgeflechts durch Wassereintrag korrodiert seien. Eine Sanierung weiter Teile dieser tragenden Stahlbetonkonstruktion würde den Kostenrahmen sprengen. Ursprünglich waren 1,8 Millionen Euro für die Reparatur der denkmalgeschützten Muschelkalk-Fassade vorgesehen. „Müssen wir aber mehr Geld investieren, ist die Wirtschaftlichkeit des gesamten Vorhabens nicht mehr gewährleistet“, heißt es.

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Dreh- und Angelpunkt sei letztlich der Denkmalschutz. „Hier kommt es darauf an, wie uns die Behörde entgegenkommen kann“, sagt der Bahn-Sprecher. Eine hundertprozentige Wiederherstellung der Originalfassade sei bei den gleichzeitig zu sanierenden Schäden an der tragenden Unterkonstruktion nicht machbar. Ein Abriss sei dann die letzte Lösung. Problem dann aber: Für den gesamten Kulturbahnhof besteht Ensemble-Schutz. Reißt die Bahn ab, muss sie wieder neu bauen. „Weil genau das Jahre der Planung bedarf und viele Millionen kosten wird, wollen wir einen Abriss möglichst vermeiden“. (bon)

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