Verein Kulturfabrik soll bei Salzmann bleiben können - Debatte über Miethöhe

Große Pläne: Auch nach dem Umbau soll die Kulturfabrik ihre Heimat in dem Salzmann-Gebäude haben und über den Torbogen direkt erreichbar sein. Fotos: Herzog

Kassel. Dunkler Boden, helle Möbel und große Glastüren: Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die zu Salzmann ziehen, konnten am Montagabend schon mal einen Blick in ihre neuen Büros werfen. Der Weg für das Technische Rathaus in dem Bettenhäuser Industriedenkmal ist geebnet.

Neben der Stadt hat Projektentwickler Dennis Rossing mit der HUK Coburg einen weiteren Hauptmieter gewonnen. Der Versicherer wird mit 140 Mitarbeitern seines Kasseler Callcenters bei Salzmann einziehen, das ein Kultur- und Dienstleistungszentrum werden soll. Während der Mietvertrag mit der Stadt nur noch eine Formsache zu sein scheint (die HUK hat laut Rossing bereits unterzeichnet), gibt es bei der Kulturfabrik und den anderen Mietern noch viele Fragen. Sie alle haben vor wenigen Tagen die Kündigung erhalten. Entscheidend für ihre Rückkehr nach der Sanierung dürfte die Höhe der Miete sein. „Das ist natürlich spannungsgeladen“, sagt Rossings Architekt Hans-Uwe Schultze über die Gespräche mit dem Verein Kulturfabrik.

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Eine Miete von 2,50 Euro pro Quadratmeter, wie der Verein es sich wünsche, sei natürlich nicht möglich. Konkrete Zahlen nennt Schultze nicht. Oliver Leuer, Geschäftsführer des 1987 gegründeten Vereins Kulturfabrik Salzmann, war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die Kulturfabrik ist als gemeinnützige Einrichtung auf öffentliche Hilfe angewiesen. Für die Kulturfabrik sind insgesamt 900 Quadratmeter im Hochparterre und Untergeschoss vorgesehen. Dort können auch kleinere Ateliers für Künstler geschaffen werden. Die Kulturfabrik bleibt nach den Plänen im selben Gebäudeteil, die Räume liegen aber ein Stockwerk tiefer und werden einen direkten Zugang haben. Der Torbogen an der Sandershäuser Straße dient als Entree.

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Rossing stellt Salzmann- und Eishallen-Pläne vor

Der Seitenflügel, an dem das große Salzmann-Logo mit der aufgehenden Sonne prangt, ist für Gastronomie vorgesehen. Die dort nachträglich angebauten, hellen Vorbauten werden abgerissen. An ihrer Stelle entsteht eine große Terrasse.

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Für den Gastronomiebetrieb gibt es laut Schultze bereits Interessenten. „Wir sind in ernsthaften Gesprächen“, sagt er. Auf einer Fläche von 700 bis 800 Quadratmetern könnten 300 Plätze geschaffen werden. Ab 2015 werden 600 Menschen bei Salzmann arbeiten. Der Gastronomiebetrieb im Hochparterre soll auch der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Von Ellen Schwaab

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