Ole Petersen ist Kaufmann im Gesundheitswesen

Bundesbester Azubi aus Kassel: Kundenkontakt ist ihm wichtig

Bundesbester Absolvent in seinem Ausbildungsberuf: Ole Petersen (22) von der Techniker Krankenkasse in Kassel ist Kaufmann im Gesundheitswesen.
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Bundesbester Absolvent in seinem Ausbildungsberuf: Ole Petersen (22) von der Techniker Krankenkasse in Kassel ist Kaufmann im Gesundheitswesen.

Der 22-jährige Ole Petersen hat im Sommer seine Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen absolviert. Im Jahr 2021 war in ganz Deutschland kein Prüfling besser als der Nordhesse.

Kassel – Sein Gefühl nach der Abschlussprüfung war „nicht überragend“, sagt Ole Petersen. „Da habe ich mich wohl getäuscht“, sagt der 22-Jährige aus Ahnatal. Denn am Ende kam eine Spitzennote heraus: Er wurde der bundesbeste Absolvent zum Kaufmann im Gesundheitswesen des vergangenen Jahres.

Nach dem Abitur an der Engelsburg war für Petersen klar, dass er eine Ausbildung machen und nicht an die Uni gehen wollte. „Berufserfahrung sammeln und eigenes Geld verdienen, das war mir wichtig“, sagt er. Das Gesundheitswesen sei ein zukunftsträchtiges Feld, außerdem war ihm der Kundenkontakt wichtig. Nach seiner Ausbildung startete er in der Abteilung für ambulante Leistungen bei der Techniker Krankenkasse in Kassel. Er ist für Kunden bundesweit zuständig. Im Februar soll das Team in den Bereich der Pflegeversicherung wechseln, da dort der Bedarf stark ansteige.

„Während Corona hatten wir tatsächlich eher weniger zu tun, weil weniger Leute zu ihren Hausärzten gegangen sind“ berichtet Petersen, der privat im Verein Fußball spielt. „Natürlich haben wir aber viele Fragen unserer Kunden rund um Corona beantwortet.“

Dabei sei es um die Verteilung der Masken für ältere Mitmenschen gegangen, die zeitweise von den Krankenkassen verteilt wurden. Auch zu Testmöglichkeiten habe es immer wieder viele Anfragen gegebenen. In welchem Bereich er langfristig arbeiten will, sei für ihn noch offen. Auch einen Umzug aus beruflichen Gründen würde er nicht ausschließen wollen, obwohl er seit rund einem Jahr mit seiner Freundin in einer Wohnung in Niederzwehren wohnt.

Nur ein späteres Studium an der Uni wolle er nicht machen – darin sieht er keinen Reiz. Die volle Ausbeute in den Prüfungen – 100 Punkte – holt man nicht im Vorbeigehen. Mehrere Wochen hat er gelernt, auch an Wochenenden und im Urlaub. Sein Ziel war die Note 2+. „Wäre es anders gekommen, wäre ich aber auch nicht enttäuscht gewesen. Ich habe schon gut gelernt, aber nicht übermäßig“, sagt er. Wegen seiner guten Leistung wolle er sein Team aber noch eine Runde ausgeben, sobald die Pandemie das zulasse.

Das Spitzenergebnis habe seine Karriereplanung nicht beeinflusst. „Ich habe auch schon während der Ausbildung immer sehr gute Rückmeldungen bekommen. Insofern war das Ergebnis eine schöne Bestätigung meiner Leistungen.“ Eines Tages würde er gerne eine Führungsposition übernehmen, ohne dadurch den Kundenkontakt zu verlieren. Beratungsgespräche richtig zu führen, sei schon während seiner dreijährigen Ausbildung ein wichtiger Bestandteil neben dem Grundlagenwissen zum Gesundheitssystem und Kassenleistungen gewesen.

Sein Prüfungsergebnis wurde mitternachts in einem Online-Portal freigeschaltet. „Erst konnte ich es gar nicht glauben und habe die Seite ein paar Mal neu geladen. „Dann kamen der Stolz, viel Lob und Glückwünsche.“

(Von Gregory Dauber)

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