Kundgebung in Kassel: Ver.di droht mit "wesentlich breiteren Streikmaßnahmen"

Kassel. Mit einer zentralen Kundgebung vor dem Kasseler Rathaus haben etwa 2500 Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes aus Nordhessen ihren Forderungen zur laufenden Tarifrunde lautstark Nachdruck verliehen.

Als Hauptredner kündigte Christian Rothländer, Tarifkoordinator der Ver.di-Landesbeziks, "wesentlich breitere und tiefgreifendere Streikmaßnahmen" an, falls die öffentlichen Arbeitgeber ab Montag kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen.

Lesen Sie auch

- Chronologie des Streiks bis 10 Uhr

- Heute Warnstreik in Kassel - Bus, Tram und Müllabfuhr fallen aus

In Kassel hatte die Gewerkschaft Ver.di hatte bei einem ganztägigen Warnstreik am Donnerstag den öffentlichen Nahverkehr und die Müllabfuhr lahmgelegt. Auch viele Kindergärten blieben geschlossen, in öffentlichen Krankenhäusern lief nur ein Notdienstbetrieb. Ob es zu weiteren Aktionen dieser Art kommt, "das hat jetzt die andere Seite in der Hand", sagte Rothländer.

Bilder des Warnstreiks

Streik im öffentlichen Dienst in Kassel

Die Gewerkschaft Ver.di fordert 6,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 200 Euro monatlichen Zuwachs. Es komme der Gewerkschaft erklärtermaßen darauf an, für bessere Einkommen in den unteren Gehaltsgruppen zu sorgen, sagte der Ver.di-Tarifkoordinator.

Am Montag und Dienstag werden die Tarifverhandlungen in Potsdam fortgesetzt. "Unsere Forderungen sind finanzierbar", betonte Rothländer. Die Städte und Gemeinden würden seit zwei Jahren deutlich bessere Einkünfte erzielen, davon fordere die Belegschaft im Öffentlichen Dienst einen gerechten Anteil.

Von Axel Schwarz

Rubriklistenbild: © Koch

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.