Ausstellung in der Kulturscheune Eiterhagen

Kunst aus der Natur strahlt Wärme aus

Bemerkenswert: Sandrino Sandinista Sander demonstrierte sein musikalisches Talent auf einem Waterphone. Die im Kreis angeordneten Nägel werden mit einem Bogen gestrichen und zum Klingen gebracht. Im Hintergrund ist eines seiner großformatigen Kunstwerke zu sehen. Foto: Hartung

Söhrewald. Derzeit gibt es nicht nur auf der documenta außergewöhnliche Kunst. Auch in der Kulturscheune Eiterhagen sind 40 bemerkenswerte Werke zu sehen.

Dort eröffnete die Initiative „Künstler in der Söhre“ (IKS) vor 40 Gästen die Ausstellung „land.leben und die geo.poetischen Felder“ des Künstlers Sandrino Sandinista Sander. Die Ausstellung zeigt großformatige Leinwände, auf denen Bäume und Steine eine besondere Rolle spielen.

Der 57-jährige Künstler aus Spangenberg arbeitet seit 35 Jahren mit natürlichen Materialien wie Eisenoxid, Birkenholzasche und Moorerden, die unter anderem aus einem von Sudetendeutschen verlassenen Dorf bei Asch in Tschechien stammen. Außerdem gibt es 40 000 Jahre altes Sedimentmaterial vom Meeresboden der Adria auf kleinen Leinwänden zu sehen, das der Künstler mit Pastellkreiden überarbeitet hat. Sandrino Sandinista Sander liebt es, Werke in der Natur entstehen zu lassen.

„Wenn das Licht darauf fällt, strahlen einige der Bilder eine solche Wärme aus, dass man glaubt, man könne das Holz riechen“, sagte Heidi Zächerl aus Bergshausen.

Vor zwölf Jahren hat Sander gemeinsam mit Dr. Karin Lina Adam das Projekt „Ars Natura – Kunst am Wanderweg“ initiiert.

Sander hat sich nicht nur als Künstler, sondern auch als Musiker einen Namen gemacht. Bei der Vernissage demonstrierte er dies auf einem Waterphone (Nagelgeige) und dem von ihm entwickelten Woodensax (Holzsaxofon). Die Ausstellung ist bis 1. Juli, von Donnerstag bis Sonntag, 17 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung zu sehen.

Von Tina Hartung

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