Gegen den Islamischen Staat (IS)

Kurden-Demo in der Innenstadt: Mit Fackeln für Öcalan

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Demonstration des kurdisch-demokratischen Kulturvereins: Die 70 Frauen und Männer forderten am Montag auf der Königsstraße in Kassel unter anderem die Freilassung von PKK-Führer Abdullah Öcalan.

Kassel. „Gestern Hitler, heute Erdogan“ riefen die 70 Frauen und Männer, die am frühen Montagabend von der Hauptpost über den Stern zum Königsplatz zogen. Der kurdisch- demokratische Kulturverein hatte die Demonstration angemeldet.

Damit sollte anlässlich des „Welt-Kobane-Tages“ nicht nur Solidarität mit den kurdischen Frauen und Männern, die gegen den Islamischen Staat (IS) kämpfen, gezeigt werden. Damit wolle man auch zum Ausdruck bringen, dass man mit der Art und Weise der Parlamentswahlen in der Türkei nicht einverstanden sei, sagte die Kasseler Studentin Gül Celek, die die Demonstration angemeldet hatte.

„Ich vertrete die Ansicht, dass die Wahlen manipuliert waren“, sagte die 24-Jährige. Sie befürchte, dass die Regierungspartei von Präsident Recep Tayyip Erdogan, die die absolute Mehrheit in der Türkei erreicht hat, weitere „antidemokratische Aktionen“ starte. Man sollte sich nicht wundern, wenn aufgrund Erdogans Politik noch mehr Flüchtlinge nach Deutschland kämen, sagte Celek.

Zudem forderten die Demonstranten die Freilassung von PKK-Führer Öcalan sowie die Aufhebung des PKK-Verbots. Sprüche wie „Hoch lebe unser Führer Abdullah Öcalan“ und „Wir sterben für unseren Führer“ riefen die Demonstranten auf Kurdisch.

Kurden demonstrieren auf dem Königsplatz

Dass nicht alle Forderungen für den Großteil der Besucher der Innenstadt zu verstehen waren, stieß nicht überall auf Verständnis. Von einigen Passanten auf dem Königsplatz, wo die Kundgebung stattfand, war auch Kritik an der Demo zu vernehmen.

Dort sprach auch die Kasseler Landtagsabgeordnete Marjana Schott (Linke). Sie forderte, dass die Kurden in Deutschland sich besser organisieren dürfen können. Mit einem Verbot der PKK sei niemandem geholfen. Zudem könne man in Deutschland nicht so zu tun, als ob es „gute und schlechte Kurden gibt“, so Schott. Den einen liefere man Waffen, die anderen stecke man ins Gefängnis.

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