Kurhessen Therme-Gründer Werner Wicker wird 80 Jahre alt

Werner Wicker Archivfoto:  Schoelzchen

Kassel. Der Name Werner Wicker ist untrennbar mit dem Kuorort Bad Wilhelmshöhe verbunden. Mit der 1982 erbauten Kurhessen Therme und der Habichtswaldklinik legte er einst den Grundstein für dieses Prädikat.

Am Donnerstag feiert der in Kassel geborene Unternehmer und Visionär seinen 80. Geburtstag im kleinen Kreis während eines meditativen Aufenthalts in Indien.

Werner Wicker, der heute in der Schweiz lebt, ist viel unterwegs. Erst in der vergangenen Woche weilte er wieder in Kassel, um sich ein Bild von den Bauarbeiten in der Kurhessen Therme zu machen. „Das ist eine Herzensangelegenheit für mich“, sagte Wicker. So war er schon an der Planung mit viel schöpferischem Einsatz beteiligt. In der neuen orientalischen Badewelt, die durch eine Erweiterung entstehen wird, sollen die Besucher Energie tanken, wünscht sich Wicker.

Dabei, wie auch in der Leitung seines Unternehmens, bringt er seine Erfahrungen und Erkenntnisse auf dem medizinischen, naturheilkundlichen, meditativen und spirituellen Bereich mit ein. Auch beim Bauen legt Wicker deshalb Wert auf eine ganzheitliche Herangehensweise.

Das Baugewerbe hat er von der Pike auf gelernt. Eigentlich sollte er in das Dachdeckergeschäft seiner Familie eintreten. Doch er verspürte einen „so starken Tatendrang“, dass er mit 21 Jahren in Ahnatal ein eigenes Spengler- und Installationsgeschäft gründete. Die Erfolgsgeschichte seiner über Jahrzehnte gewachsenen erfolgreichen Unternehmensgruppe legte Wicker 1960 mit der Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft. Sein erstes großes Projekt war die Bebauung des Kammerbergs in Ahnatal Weimar.

Nur fünf Jahre später eröffnete der Unternehmer die erste Wicker-Klinik in Bad Wildungen. Heute umfasste die Wicker-Gruppe neun Rehabilitations- und Akutkliniken in Hessen und Nordrhein Westfalen mit insgesamt 3500 Betten und ebensovielen Mitarbeitern. Hinzu kommen die Thermen in Kassel und Bad Homburg, ein Kurhotel in Willingen sowie ein Casino in Luxemburg. Der 80-Jährige, der dankbar ist für seine Kraft und Vitalität ist, dürfte sich über ein „Geburtstagsgeschenk“ besonders freuen: Für seine Verdienste um die Kurstadt verleiht im Bad Homburg die Ehrenplakette.

Ihm gratulieren heute unter anderem seine Tochter - sein Sohn Michael starb 2011 - und seine sieben Enkelkinder. „Ich setze die Hoffnung auf den Nachwuchs“, sagte Wicker in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Das älteste Enkelkind sei schon ein paar Jahre erfolgreich im Unternehmen tätig, berichtet er stolz.

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