Schnelle Ergebnisse aber nicht zu erwarten

Kurt-Schumacher-Straße: Stadt will Schneise umbauen

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Viel Verkehr, wenig Raum für Fußgänger: Die Kurt-Schumacher-Straße, eine der meist befahrenen Verkehrsadern der Stadt, bietet ein wenig ansehnliches Bild.

Kassel. Viel Verkehr, leere Läden, Hochhaus-Tristesse: So manchem jagt die Kurt-Schumacher-Straße die Schamesröte ins Gesicht. Ein unansehnlicheres Entree dürfte es an keiner anderen Stelle in der Stadt geben.

Dabei ist es das erste Bild von Kassel, das sich Besuchern zeigt, die über den Altmarkt in die Stadt kommen.

Auf den ersten Blick scheint die Zeit dort in den 1960er-Jahren stehen geblieben zu sein. „Das ist eine Straße, die dem sonstigen Bild von Kassel in keiner Weise entspricht“, sagt Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne). Das soll sich ändern.

Stadtplanern ist die verkehrsreiche Kurt-Schumacher-Straße, die sich wie ein Riegel vor den dahinter liegenden Pferdemarkt und die Uni schiebt, schon lange ein Dorn im Auge. Langfristig soll sie komplett umgestaltet und durchlässiger werden. Ziel ist eine bessere Anbindung der Innenstadt an die Uni und die nördlichen Stadtteile.

Die Verknüpfung lasse in diesem Bereich zu wünschen übrig, sagt Nolda. „Da gilt es, den Brückenschlag zu machen.“ An anderer Stelle sei eine bessere Anbindung inzwischen gelungen, etwa zum Kulturbahnhof und zur Unterneustadt sowie mit der bevorstehenden Neugestaltung der Friedrich-Ebert-Straße zum Kasseler Westen.

Grundlage für den Umbau wird laut Nolda eine eingehende Verkehrsuntersuchung sein, die mit dem Verkehrsentwicklungsplan einhergeht. Ab Mitte 2013 soll mit ihrer Hilfe geklärt werden, welcher Verkehr zu der hohen Belastung führt. Auf der viel befahrenen Kurt-Schumacher-Straße rollen auch etliche Trams.

„Die Straße wird uns weiter beschäftigen“, sagt Nolda. Schnelle Ergebnisse seien aber nicht zu erwarten. „Wir sollten uns schon zehn Jahre Zeit dafür nehmen“, sagt der Baudezernent über die zeitliche Schiene für die Umgestaltung. Im nächsten Jahr soll es aber erste Verbesserungen geben. Wenn die Altmarkt-Kreuzung nach dem Hessentag umgebaut wird, wird auch die Kurt-Schumacher-Straße in Teilen instand gesetzt. Auf der stadtauswärts führenden Seite verschwindet das Kopfsteinpflaster zwischen Mittelgasse und Altmarkt, in Gegenrichtung werden Fußgängerwege und Parkplätze erneuert.

Außerdem soll es einen Überweg zwischen Stern und Altmarkt geben. Wo genau dieser über die Straße führen wird, ist laut Nolda aber noch nicht endgültig geklärt. „Das Bild wird dadurch ordentlicher“, sagt der Stadtbaurat über die Instandsetzung. Bäume, hinter denen die teilweise hässlichen Häuserfassaden verschwinden könnten, sind nicht vorgesehen.

Von Ellen Schwaab

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