Kurz gefragt: Thema Kleingartenvereine

Reinhold Six, Vorsitzender Stadt- und Kreisverband Kleingärtner

Kleingartenvereine gibt es in Kassel bereits seit über hundert Jahren. Wir haben mit Reinhold Six, dem Vorsitzenden des Stadt- und Kreisverbandes der Kleingärtner, gesprochen.

Herr Six, glauben Sie, dass die Nachfrage nach Kleingärten auch in Zukunft da sein wird? 

Six: Da gehe ich stark von aus. Früher musste man Monate, manchmal sogar Jahre warten, um in einen Kleingartenverein aufgenommen zu werden, das ist heute je nach Verein unterschiedlich. Einige Vereine in Kassel haben eine starke Nachfrage, in anderen gibt es mehr freie Gärten. Das ist aber oft auch von der Gesamtfläche abhängig.

Wie viele Kleingartenvereine sind im Kreisverband? 

Lesen Sie auch

Serie über Kassels Kleingärten: Oasen der Ruhe und Erholung

Six: Im Kasseler Stadtgebiet gibt es 35 Vereine, neun weitere im Kreisgebiet. Insgesamt sind in der Stadt Kassel 200 Hektar als Kleingärten ausgewiesen. Diese Flächen sind auch baurechtlich abgesichert.

Welche Faktoren sprechen bei der Auswahl eines Vereins eine Rolle? 

Six: Den meisten Bewerbern sind die Nähe zum Wohnort und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wichtig. Gerade im Alter ist das von großer Bedeutung.

In welchen Vereinen gibt es derzeit sehr viele freie Gärten? 

Six: Freie Gärten gibt es in den Anlagen Fackelteich, Möncheberg, Struthbach-Hegelsberg, Volkswohl und Waldauer Wiesen. Das sind aber auch alles sehr große Anlagen.

Wo sehen Sie den Vorteil gegenüber Ackerparzellen? 

Six: Gerade für Familien ist die Vereinsstruktur ein großer Vorteil. Für Kinder gibt es viele Spielpartner. Gartengeräte müssen nicht immer mitgebracht, sondern können in der Laube gelagert werden. Die Anlagen verfügen zudem über Wasser- und Stromanschluss.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, um Kleingärtner zu werden? 

Six: Voraussetzungen gibt es nicht, man muss sich auf eine Parzelle bewerben und Mitglied im Verein werden.

Welche Vorgaben gibt es auf den Flächen? 

Six: Es gibt die Drittel-Rege-lung. In den Parzellen ist ein Drittel der Fläche für die Laube vorgesehen, ein Drittel für Gras und Blumen und das letzte Drittel muss als Grabeland genutzt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.