Bis zu 8000 warten

Wegen Poststreik: NVV hat Problem bei Versand von Monatskarten

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Warten auf die Fahrkarten: Bei vielen Hunderten Abo-Kunden von NVV und KVG laufen in den nächsten Tagen die Monatskarten ab. Der Nachschub steckt aber zum Teil in der Post fest. Unser Foto zeigt HNA-Volontär Jürgen von Polier mit einem Jobticket.

Kassel. Der Streik bei der Post ärgert nicht nur Privatleute und schlägt sich negativ auf die Geschäfte von Firmen nieder, er wirkt sich auch auf den öffentlichen Nahverkehr aus.

So warten in diesen Tagen etliche Abonnenten der NVV-Jahreskarten und des Jobtickets vergeblich auf ihre neuen Karten. Allein für die Stadt und den Speckgürtel geht die KVG davon aus, dass bis zu 8000 ihrer 25.000 Jahreskarten- und Jobticketbezieher, darunter auch Schüler, betroffen sein könnten. NVV und KVG haben sich deshalb auf eine Übergangslösung geeinigt.

Die Jahreskarten und Jobtickets werden normalerweise jeweils im Drei-Monats-Rhythmus für das kommende Quartal als Monatskarten versandt. „In der Regel kommen die neuen Karten zwei bis drei Wochen vor Ablauf der alten“, sagt NVV-Sprecherin Sabine Herms. Sollte dies nun wegen des Poststreiks nicht der Fall sein, können die alten Fahrkarten erst mal um zwei Wochen in jedem der NVV-Kundenzentren und NVV-Infopoints verlängert werden. „Wer betroffen ist, sollte daher seine letzte gültige Monatskarte nicht wegwerfen“, sagt Herms.

Wem es nicht möglich sei, ein Kundenzentrum aufzusuchen, der müsse sich vor Fahrkartenkontrollen nicht sorgen. „Wenn jemand seine letzte gültige Monatskarte vorzeigt, auf der ja ersichtlich ist, dass er Jahres- oder Jobticketbezieher ist, bei dem sind wir kulant“, sagt Herms. Dieses Vorgehen sei mit der KVG abgestimmt. Die KVG registrierte zuletzt etliche Anfragen ihrer Kunden, die auf ihre Tickets warteten.

Gefahr des Missbrauchs

Auch wenn Kunden vergeblich auf ihre Fahrkarten warten, werden die Tickets dennoch nicht ein zweites Mal erstellt und verschickt. Denn die Karten sind übertragbar und somit bestünde die Gefahr eines Missbrauchs.

Die Post hat versprochen, alle durch den Streik liegen gebliebenen Sendungen nach Ende des Ausstands zuzustellen.

Wie viele Personen aktuell und in den nächsten Tagen möglicherweise auf ihre neuen Fahrkarten warten müssen, lässt sich nur schwer beziffern. Denn die Gültigkeit der Tickets kann an jedem beliebigen Tag im Jahr beginnen – und nicht etwa nur am 1. eines Monats.

Der NVV konnte für sein gesamtes nordhessisches Zuständigkeitsgebiet die Betroffenheit seiner Kunden gestern noch nicht überblicken. Die KVG geht davon aus, dass ein Viertel bis ein Drittel ihrer 25.000 Jahreskarten- und Jobticket-Nutzer (also bis zu 8000 Personen) möglicherweise auf neue Karten wartet.

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