60 statt 40 Euro

KVG bestraft Schwarzfahrer bald härter

Einer der Verkehrsknotenpunkte für Busse und Bahnen in Kassel: Am Bahnhof Wilhlemshöhe wird auch regelmäßig kontrolliert.

Kassel. Wer in der Straßenbahn oder im Bus ohne gültiges Ticket erwischt wird, muss demnächst 60 statt 40 Euro bezahlen.

Lexikonwissen: 

Die KVG im Regiowiki

Ab dem 1. August führt die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) dieses Regelung ein und setzt damit eine Verordnung des Bundes um. „Wir versprechen uns davon eine deutlich größere Abschreckung“, sagt Dr. Thorsten Ebert, Vorstand der KVG. Ziel sei es, die Schwarzfahrerquote wesentlich zu senken und so die Ticketeinnahmen zu steigern. Um das zu erreichen, hat die KVG die Zahl der Kontrollen bereits erhöht.

Im vergangenen Jahr sind laut KVG 650.000 Passagiere überprüft worden. Das entspreche einer Steigerung um 25 Prozent. Gleichzeitig sei die Zahl der überführten Schwarzfahrer nahezu gleich geblieben. Die Einnahmen aus dem "erhöhten Beförderungsentgelt" waren mit 200.000 Euro ebenfalls konstant.

Änderungen hat es bei der Art der Kontrollen gegeben. Kleine Teams sind zu allen Betriebszeiten unterwegs. Zwischen den kontrollierten Linien wird häufiger gewechselt. Zudem werden größere Prüfteams zusammengestellt, die gleichzeitig an allen Türen einer Straßenbahn kontrollieren. Das Konzept wird durch Schwerpunktkontrollen in Zusammenarbeit mit der Polizei ergänzt.

Die KVG verkauft heute inzwischen mehr Einzelfahrscheine als vor einem Jahr und führt das auf den erhöhten Kontrolldruck zurück.

www.kvg.de

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