Bei Störung fährt man kostenlos

Nach Update: Fahrkartenautomaten in Bahnen fallen häufiger aus

Kassel. Eigentlich sollte alles besser werden: 110 Fahrkartenautomaten in den Straßenbahnen und RegioTrams hatte die KVG im vergangenen Jahr umrüsten lassen.

Die Modernisierung war unter anderem deshalb nötig geworden, damit die Geräte die neuen Zehn-Euro-Scheine akzeptieren. Durch die technische Überarbeitung und Software-Updates sind aber neue Probleme entstanden, weshalb es zuletzt häufiger zu Ausfällen der Automaten gekommen ist.

Karsten Kamutzki, Bereichsleiter Technik und Fahrzeuge bei der KVG, ärgert sich selbst über die immer noch zu störungsanfälligen Fahrkartenautomaten. Den Fahrgästen würden daraus aber keine Nachteile entstehen: „Wer in eine Bahn mit einem defekten Automat steigt, darf ohne Fahrschein fahren. Der Fahrgast hat nichts zu befürchten.“ Die KVG sei im Gespräch mit dem Gerätehersteller Krauth, um die Probleme zu lösen. Der Hersteller habe sich dabei aber zuletzt „schwer getan“, sagte Kamutzki.

Für die Straßenbahnfahrer bedeute die Situation zusätzlicher Aufwand. Sie müssten an den Endhaltestellen die Geräte neu starten. Wenn dies nicht zum Erfolg führe, würden die Geräte in der Werkstatt gewartet. Komme es in den späten Abendstunden zu einem Defekt der Automaten, würden die Fahrer erst ihren Dienst beenden, bevor das Fahrzeug in die Werkstatt einrücke. Für so wenige Fahrgäste lohne es nicht, ein Ersatzfahrzeuge einzusetzen.

Bevor mit der Modernisierung begonnen wurde, hatte die KVG zunächst überlegt, neue Geräte anzuschaffen. Bei einem Stückpreis von etwa 30 000 Euro habe man sich aber gegen die Investition entschieden, sagte Kamutzki.

Ein lange bestehendes Problem wurde aber zumindest gelöst: Viele Fahrgäste hatten sich geärgert, dass die Automaten statt Wechselgeld häufig Gutscheine ausgeben, die dann beim KVG-Kundenzentrum gegen Bargeld getauscht werden mussten. Durch einen größeren Wechselgeldbestand ist dies nun seltener der Fall.

Während der Totalausfall eines Geräts nicht zum Problem des Fahrgastes wird, gilt dies aber für eine andere Störung: So kam es vor, dass ein Gerät eine zur Bezahlung eingesteckte Girocard erst nach Minuten wieder ausspuckte.

Von Bastian Ludwig

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