Preis für Einzelticket von Kassel nach Baunatal steigt

Nordhessischer Verkehrsverbund senkt erstmals einige Fahrpreise

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Öffentlicher Nahverkehr in Kassel: Tramlinie 1 nach Vellmar.

Kassel. Der Nordhessische Verkehrsverbund NVV hat Tarifänderungen zum 1. Januar 2018 angekündigt. Auf einigen Strecken werden die Preise gesenkt. Dazu gibt es Änderungen beim Hessenticket.

Das hat es im Nordhessischen Verkehrsverbund bislang (NVV) noch nicht gegeben. Ab dem 1. Januar 2018 sollen erstmals auf einigen Strecken die Preise gesenkt werden. 

Außerdem ist ein Multiticket für die Stadt Kassel geplant, mit dem zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder zum Beispiel ein ganzes Wochenende für 7,50 Euro fahren können. Die teuerste Variante des Multitickets kostet bislang 8,90 Euro.

„Ziel der verschiedenen Aktivitäten ist es, den öffentlichen Nahverkehr mit attraktiven Angeboten weiterzuentwickeln“, sagt NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch. 

Es gibt allerdings im kommenden Jahr nicht nur Preissenkungen. So kostet der Einzelfahrschein zwischen Kassel und Baunatal demnächst 3,90 Euro statt 3,80 Euro. Unter dem Strich würden die Preise um 1,5 Prozent erhöht.

Pendler auf langen Strecken profitieren

Freuen können sich alle Fahrgäste, die auf längeren Strecken unterwegs sind. So fällt die Preisstufe 10 (zum Beispiel Schwalmstadt - Kassel) und die Preisstufe 9 (zum Beispiel Bebra-Kassel) ab Januar weg. Die Einzelfahrten auf diesen Strecken reduzieren sich von 13,60 auf 11,20 Euro sowie von 12,40 Euro auf 11,20 Euro. Für diese Verbindungen gilt demnächst einheitlich die Preisstufe 8. Mit der kann man im gesamten NVV-Gebiet fahren. Ziel dieser Preissenkung ist es laut NVV, Kunden mit langen Fahrzeiten zu halten. Die Überlegung: Wer eine günstige Verbindung mit der Bahn und mit dem Bus hat, steigt nicht auf das Auto um.

Hessenticket mit Namen

Änderungen gibt es ab Januar auch beim Hessenticket. Der Preis bleibt konstant, aber alle Mitreisenden müssen ihre Namen eintragen. So soll der teilweise gewerbsmäßige Handel mit bereits genutzten Tickets unterbunden werden.

Mit mehr Zügen am Wochenende und im Spätverkehr soll das Angebot zum Beispiel auf der Strecke Kassel-Göttingen und auf der Verbindung zwischen Frankfurt und Kassel verbessert werden. Das dürfte auch für Fluggäste interessant sein. 

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