Humor-Schulungen mit dem Prominenten

Eckart von Hirschhausen im Klinikum Kassel zu Gast

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Prominenter Moderator, Kabarettist und Mediziner: Eckart von Hirschhausen stattete dem Kasseler Klinikum einen Besuch ab und gab Mitarbeitern Tipps getreu der Devise „Humor hilft heilen“.

Bei schweren Krankheiten den Humor nicht zu verlieren, ist nicht leicht. Das wissen die Mitarbeiter des Vereins für krebskranke Kinder Kassel zu gut. Einer, der es auch weiß, ist Eckart von Hirschhausen.

Der 47-jährige der Moderator, Kabarettist und Mediziner aus Berlin war am Donnerstag auf Einladung des Vereins für krebskranke Kinder mit seiner Stiftung „Humor hilft heilen“ am Kasseler Klinikum zu Gast. Gemeinsam mit einem Klinikclown und Trainer gab er dem Personal wertvolle Tipps.

Die „Apotheken Umschau“ in der Hand, eilte von Hirschhausen gestern Nachmittag durch die Flure des Klinikums. Sein Terminplan war straff, abends sollte er noch bei „Sommer im Park“ in Vellmar auf der Bühne stehen. Aber für die Gespräche mit den Mitarbeitern nahm er sich Zeit. So hatte er mit seiner Stiftung eine ganztägige Schulung für das Personal der Kinderonkologie und Kinderneurologie organisiert. „Wer Idealist ist, brennt in diesem Beruf als Erstes aus“, sagte von Hirschhausen. Viele kümmerten sich aufopfernd um die Patienten, aber nicht um sich. Der steigende Druck in den Kliniken tue sein Übriges. Deshalb müsse abseits von Kassenapparat und Fallpauschalen Platz sein für echte Begegnungen und Humor. Wie das funktionieren kann, dafür hatte von Hirschhausen, der selbst einst in der Kinderneurologie der Berliner Charité gearbeitet hatte, seine Rezepte. Eine Grundvoraussetzung sei Augenkontakt. „Erst wenn sie jemanden so lange angeschaut haben, dass sie seine Augenfarbe benennen könnten, sollten Sie Ihr Gespräch beginnen.“ Viele redeten im Alltag miteinander, ohne sich richtig wahrzunehmen.

Auch trainierten die Mitarbeiter im Workshop, wie wichtig es ist, im wahrsten Sinne des Wortes auf Augenhöhe zu kommunizieren. Dafür wurde sich in Zweier-Gruppen unterhalten, wobei sich jeweils einer von beiden auf den Boden setzte.

Um sich im Alltag immer wieder daran zu erinnern, was von Hirschhausen gestern als Ratschläge formulierte, übergab er den Klinikmitarbeitern einen Pinguin. Diesen sollen sie im Schwesternzimmer aufstellen, wo er sie täglich daran erinnern soll, dass jeder mindestens ein schönes Erlebnis vom Arbeitstag mit nach Hause nehmen sollte.

Von Hirschhausen nutzte seinen Besuch in Kassel auch, um mit dem Klinikvorstand Karsten Honsel über eine weitere Zusammenarbeit zu sprechen. Seine Stiftung „Humor hilft heilen“ wolle nun häufiger Trainings in Kassel organisieren. Er und Honsel kennen sich noch aus der Zeit, als der neue Klinik-Chef im Bonner Universitätsklinikum arbeitete. Bevor von Hirschhausen abends nach Vellmar eilte, durfte er sich noch im Schwesternwohnheim frisch machen.

Eine Kritik des Auftritts bei „Sommer im Park“ lesen Sie später auf hna.de und in der Wochenendausgabe.

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