Länderübergreifende Wildschwein-Jagden gewinnen immer mehr an Bedeutung

Altkreis Münden/Kassel. Es gibt immer mehr Wildschweine. Deshalb gewinnen in der Region länderübergreifende Jagden an Bedeutung.

Das erklärt der Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten, Michael Rudolph. Als Beispiel nennt er eine großflächige, dreistündige Bewegungsjagd im Dezember im Raum Hemeln und in Bereichen des Forstamtes Reinhardshagen im Kreis Kassel. Insgesamt 470 Jäger waren gleichzeitig in den Waldrevieren von Südniedersachsen bis Nordhessen unterwegs. Mithilfe von 280 Hunden bejagten sie rund 4800 Hektar. Ebenfalls beteiligt waren Jagdpächter der umliegenden Reviere in Genossenschaftswäldern sowie private Waldbesitzer. Die länderübergreifende Gemeinschaftsjagd ist eine Schwerpunktjagd auf Schwarzwild und Rehwild.

„Der langjährige Schulterschluss hat sich bewährt, die Regulierung unserer Wildbestände darf nicht an der eigenen Reviergrenze enden“, betonten Förster Rainer Uebel von der Revierförsterei Bursfelde und die beteiligten Jagdpächter und Landwirte aus der Umgebung. Bei den Bramwaldjagden seien 2016 und 2017 insgesamt 358 Wildschweine und 189 Rehe erlegt worden. Rudolph: „Ziel der Großjagd ist es, ein Anwachsen der Wildschweinbestände zu verhindern und die Zahl der Rehe im Wald zu verringern.“ Im Blick hat der Forst auch die drohende Gefahr der Afrikanischen Schweinepest.

„Je geringer die Schwarzwilddichte, desto geringer das Risiko für die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest auf Hausschweinbestände“, sagt der Leiter des Forstamtes Münden, Dr. Thomas Schmidt-Langenhorst.

Verbraucher sollten sich gerade jetzt für Wildfleisch aus der Region entscheiden, um Jäger, Forstbetriebe und Wildhandel zu unterstützen.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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