Lärmschutzwände für die A7 werden bis zu zehn Meter hoch

Kassel. Ohrenbetäubender Lärm für die Anwohner der Autobahn A 7 - das soll für Tausende Bürger in Kassel und Umgebung bald vorbei sein. Am Freitag beginnen die Arbeiten für den Lärmschutz an der A 7 zwischen Kassel-Ost und Kassel-Süd.

Entlastet werden vor allem Menschen in den Kasseler Ortsteilen Waldau, Forstfeld und Bettenhausen sowie in den Landkreisgemeinden Kaufungen und Lohfelden.

Kurzclip: So laut ist es an der A7

Die Arbeiten an dem gesamten Autobahnabschnitt werden bis 2015 dauern und kosten 62 Millionen Euro. Die neuen Lärmschutzwände werden bis zu zehn Meter hoch. Sie werden vor die heutigen Lärmschutzwälle gebaut und auf Steilwälle gesetzt. Sie werden den Lärm um etwa drei Dezibel verringern. Das bedeutet nach Auskunft des Kasseler Amtes für Straßen- und Verkehrswesen: Der Lärm komme künftig bei den Menschen so an, als habe sich der Verkehr auf der Autobahn um die Hälfte reduziert.

Hier: Wissenswertes über die A7 im Regiowiki

Begonnen wird mit den Arbeiten auf der Ostseite bei Lohfelden. Die Lärmschutzwände werden zuerst errichtet, bevor man mit dem Bau der eigentlichen Autobahn beginnt. Das hat seinen Grund: Die dann achtstreifige Autobahn bekommt im Rahmen des Ausbaus der A 44 nach Eisenach im Kasseler Becken einen speziellen Asphalt: Er ist, wie es im Fachjargon heißt, „offenporig“ und schluckt Lärm, was die Belästigung der Anwohner weiter verringern soll. Außerdem verhindern die offenen Poren, dass sich Wasser auf dem Asphalt bilden kann. Die Gefahr von Aquaplaning nach Regengüssen ist damit gebannt.

Der Asphalt hat aber auch einen Nachteil: Er ist empfindlich gegen mechanische Einflüsse. Das heiß: Wenn man mit schweren Baumaschinen darüberfahren würde, müsste man mit Schäden rechnen. Deswegen wird die Autobahn sozusagen von außen nach innen gebaut, man beginnt mit den Lärmschutzwänden.

Von Frank Thonicke

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