Prognose: Göttingens Bevölkerungszahl wird von Studentenandrang profitieren

Göttingen. Göttingen profitiert vom Aussetzen der Wehrpflicht und dem doppelten Abiturjahrgang: Dies sagt eine eigene Prognose der Stadt voraus. Demnach wächst in den nächsten Jahren die Bevölkerung um über 1800 Menschen.

Insgesamt entwickele sich Göttingen günstiger als andere Städte und Kommunen in Südniedersachsen. Dass mehr junge Menschen an Niedersachsens Unis drängen werden, ist bekannt.

Denn zum einen müssen junge Männer nicht mehr zur Bundeswehr, zum anderen machen gleich zwei Jahrgänge von Schülern ihr Abitur. Diese Entwicklung hat die Stadt nun in ihre Bevölkerungsprognose einbezogen. Zudem rechnet sie mit einem verstärkten Zuzug junger Familien und Universitätsangehöriger. Die Stadt kann die neuen Einwohner gut gebrauchen: Bereits seit einigen Jahren sterben mehr Menschen als neue geboren werden.

Laut der Prognose wird die Bevölkerung in den nächsten vier Jahren von 127 917 auf 129 794 ansteigen. Danach allerdings wendet sich das Blatt: Ab 2015 können die Zuzüge die steigenden Sterbefälle nicht mehr ausgleichen. 2025 sollen noch 125 925 in Göttingen leben. So wird das Durchschnittsalter in der Stadt von 40,6 auf 42,2 ansteigen.

Trotzdem sei für die Stadt eine deutlich günstigere Entwicklung zu erwarten als in den Umlandkreisen, deren Einwohnerzahlen stärker zurückgehen und deren Bewohner im Schnitt deutlich schneller altern.

Von Göran Gehlen

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