Jeden Tag präpariert Uwe Hartmann die Loipen- und Skaterstrecken im Habichtswald

Mit ihm läuft alles glatt

Sie ist fast jeden Tag in den Loipen im Naturpark Habichtswald unterwegs: Langläuferin Dr. Renate Stepf aus Kassel.

Kassel. Seit dem 1. Januar ist er im Dauereinsatz. Jeden Morgen um 7.30 Uhr startet Uwe Hartmann sein Schneemobil. Der 56-Jährige spurt täglich die Loipen im Naturpark Habichtswald.

Bis zu 150 Langläufer

Bis zu 150 Langläufer sind bei gutem Wetter auf den Strecken unterwegs. „Es ist motivierend, wenn man sieht, dass die Leute Spaß haben und die Loipen gut angenommen werden“, sagt der Gärtnermeister. Das Spuren der Loipen ist im Winter eine zusätzliche Leistung des „Zweckverband Naturpark Habichtswald“.

Die Waldloipe umfasst einen fünf - mit Verlängerung zehn - Kilometer langen gespurten Rundkurs sowie eine acht Kilometer lange Skaterstrecke, die nur gewalzt wird. Loipen- und Skaterstrecke auf den Golfwiesen sind jeweils fünf Kilometer lang. Startpunkte für alle Strecken sind die Parkplätze am Herkules, am Birkenweg, Roter Stollen und Loipenhaus.

Rote Pfeile weisen den Weg

Die Orientierung ist denkbar einfach: Die klassischen Loipen sind mit Pfeilen aus roter Sprühfarbe im Schnee gekennzeichnet, die Skaterstrecken mit blauen Pfeilen. „Häufig schreibe ich auch noch die Kilometerangaben dazu“, sagt Hartmann. Das kommt gut an.

Viele Stamm-Langläufer kennt Hartmann bereits. „Der dreht schon die zweite Runde“, bemerkt er beiläufig. Oft bleiben sie auf ein Schwätzchen stehen. „Das empfinde ich als eine schöne Geste der Anerkennung meiner Arbeit“, sagt er. An Wochenenden walzt und glättet Hartmann zusätzlich die Wald- und Forstwege, wenn Neuschnee gefallen ist. „Dann haben es die Spaziergänger etwas einfacher.“

Seine Familie hat Verständnis für seine zeitaufwändige Arbeit. „Meine Frau und meine drei erwachsenen Kinder sind alle in der grünen Branche tätig“, sagt er.

Wenn Hartmann keine Loipen spurt, ist er zusammen mit mit drei hauptamtlichen Kollegen und einer Reihe von Assistenten für die Landschaftspflege im 47 400 Hektar großen Naturpark zuständig.

Gegen 16 Uhr endet sein Arbeitstag. Bis er zuhause in Grebenstein ist, vergeht dann noch mal eine halbe Stunde.

Von Mirko Konrad

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