Kritik wird lauter

Hitzige Diskussionen um Saunen: Läuft das Auebad der Therme den Rang ab?

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Neues Auebad: Kassels Saunalandschaften sorgen für hitzige Diskussionen.

Kassel. Kassels Saunalandschaften sorgen für hitzige Diskussionen. Während sich der Saunabereich im Auebad großer Beliebtheit erfreut und die Kapazitäten oft ausgeschöpft sind, wird die Kritik an der im Jahr 1983 eröffneten Kurhessen Therme lauter.

Das Ambiente der Saunalandschaft sei nicht mehr zeitgemäß und sanierungsbedürftig.

Dunkles Holz im 80er-Stil muss mit dem hellen Ambiente des im vergangenen Jahr neu eröffneten und 32 Mio. Euro teuren Auebads konkurrieren. Da die Saunalandschaft im Auebad besonders am Wochenende gut besucht ist, kommt die Frage auf, ob das Angebot der Städtischen Werke nicht ausgeweitet werden könne.

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„Das ist für uns derzeit kein Thema“, sagt Ingo Pijanka, Sprecher der Städtischen Werke. „Wir betreiben mit dem Auebad eine öffentliche Einrichtung und wollen nicht in Konkurrenz mit einem privatwirtschaftlichen Unternehmen treten. Unsere Aufgabe ist die Grundversorgung.“

Er weist daraufhin, dass die Kurhessen Therme große Bedeutung für Bad Wilhelmshöhe und Kassel habe. Diese Ansicht vertritt auch Bäderdezernent Dr. Jürgen Barthel (SPD). Man denke aber darüber nach, ob es „Anpassungen“ auf dem Gelände des Auebads geben könnte. „Das Baufeld ist allerdings weitgehend ausgeschöpft.“ Man sei natürlich sehr froh über die sehr gute Besucherresonanz, so Barthel. Während im Stadtbad Mitte 12 000 Besucher pro Jahr in die Saunen kamen, rechnet man im Auebad im ersten Jahr mit 30 000 Saunagästen.

Fotos: Das neue Auebad in Bildern

Das neue Auebad in Bildern

In der Kurhessen Therme seien die Besucherzahlen seit fünf Jahren stabil, sagt Geschäftsführer Michael Dunkel. Er sehe das Auebad nicht als Konkurrenz. „Bei uns steht der Erholungsfaktor im Vordergrund.“ Der Stil des Bades solle in der derzeitigen Form erhalten bleiben – es würden aber ständig Dinge ergänzt und ausgetauscht. (use/mho)   

Was die Bäder für die Zukunft planen, finden Sie in der HNA-Donnerstagsausgabe.

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