Kassel: Nur zwei Meter Auslauf in der Stadt und Anlagen

Nur noch zwei Meter Auslauf: Land Hessen nimmt Hunde an die kurze Leine

Kassel. Das Land Hessen schränkt die Kasseler Hundehalter ein: Ihre Tiere müssen an bestimmten Plätzen in der Stadt ab sofort an eine kürzere Leine. Sie darf maximal zwei Meter lang sein. Das gilt auch an beliebten Stellen zum Gassigehen.

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Die Nachricht hat bei Kasseler Hundebesitzern für Verwirrung und Verärgerung gesorgt. Die Hundeverordnung der Stadt hatte bisher eine Ausnahme für bis zu zehn Meter lange Leinen mit automatischer Aufrollvorrichtung vorgesehen. Diese Passage wurde zu Jahresbeginn gestrichen.

Mit der neuen Regelung sind die längeren Leinen zwar nicht verboten. Sie dürfen aber an etwa drei Dutzend Plätzen im Stadtgebiet nur noch bis zu zwei Meter abgerollt werden. Dazu gehören in Kassel die Fußgängerzonen in der Innenstadt, aber auch Parks und kleinere Grünanlagen, darunter der Park Schönfeld, die Fuldaaue und das Tannenwäldchen.

Diese Änderung hat das Land durchgesetzt. Weil die Ausnahme in der städtischen Regelung nicht von der hessischen Gefahrenabwehrverordnung gedeckt sei, musste die Stadt reagieren, erklärte Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg.

Das bestätigte der Sprecher des hessischen Innenministeriums, Mark Kohlbecher. Ein Abweichen von der Landesregelung durch eine Kommune sei nicht möglich. Und die Regel des Landes sehe eben eine Höchstlänge von zwei Metern vor, um den Hund unter Kontrolle halten zu können.

Wer seinem Hund an Orten mit Leinenzwang dennoch mehr Auslauf gewährt, dem droht ein Bußgeld – im Wiederholungsfall bis zu 5000 Euro. Die Stadt werde die Länge der Leinen aber nicht gezielt mit dem Metermaß überprüfen, sagte Schweinsberg: „Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass sich Hundebesitzer an die Regeln halten.“ Bei allgemeinen Kontrollen in Grünanlagen werde aber auf die Einhaltung geachtet.

Von Marcus Janz

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