Landesausstellung zeigt „Grimms für alle“

Kurator Dr. Thorsten Smidt

Kassel. Die Landesausstellung „Expedition Grimm“ soll die Märchensammler und Sprachforscher einer breiten Öffentlichkeit nahebringen. Die Schau, die am Samstag in der documenta-Halle in Kassel eröffnet wird, werde die „Grimms für alle“ zeigen, sagte Kurator Dr. Thorsten Smidt am Freitag bei einer Pressekonferenz.

„Expedition Grimm“ ist die zentrale Ausstellung des Landes Hessen zum Grimm-Jahr 2013. Im Zentrum stehen aber bis zum 8. September nicht allein die Kinder- und Hausmärchen, die vor 200 Jahren erstmals erschienen sind, sondern Leben und Werk von Jacob und Wilhelm Grimm sollen umfassend gewürdigt und anschaulich präsentiert werden.

1,5 Millionen Euro lässt sich das Ministerium für Wissenschaft und Kunst die Ausstellung kosten, die nach den Worten von Ministerin Eva Kühne-Hörmann eine „ganz neue Sicht auf die Grimms“ bieten soll. Über erwartete Besucherzahlen gab es keine Angaben.

Die Ausstellung solle bewusst machen, dass Hessen die Heimat der Grimms war, sagte der Grimm-Beauftragte des Ministeriums, Ernst Wegener, auch wenn ihre Stationen in Göttingen und Berlin - wo die Brüder auch begraben sind - gleichermaßen berücksichtigt seien.

„Expedition Grimm“ gliedert sich in zwei Teile. Einer Darstellung von Leben und Werk mit 140 Exponaten von 30 Leihgebern in drei Kabinetten, darunter die Originale wichtiger Werke wie auch die Kinder- und Hausmärchen, folgt ein umfangreicher Bereich zu Werk und Wirkung. Hier dominieren acht „Pfade“, die sich an acht Hauptwerken der Grimms orientieren, mit 33 Mitmachstationen. Viele von ihnen sind kindgerecht gestaltet.

Ein Höhepunkt ist die 3-D-Darstellung der Wohnung der Grimms in der Torwache an der Wilhelmshöher Allee, dem früheren Wilhelmshöher Tor. Die Räume lassen sich dank einer Rekonstruktion des Fraunhofer-Instituts für grafische Datenverarbeitung (Darmstadt) virtuell begehen.

Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, 11 Uhr, mit einem Familienfest. Es werde eine ungewöhnliche Eröffnung, versprach Ministerin Kühne-Hörmann: „Ein buntes Fest mit kurzen Reden.“

Von Mark-Christian von Busse

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