Baubeginn im Sommer

Landesfeuerwehrschule modernisiert Gästehaus für 6,5 Mio.

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Doppelzimmer haben ausgedient: Ab Ende nächsten Jahres gibt es in der Landesfeuerwehrschule nur noch Einzelzimmer.

Kassel. Hessens Feuerwehrleute haben bei Lehrgängen in Kassel künftig mehr Privatsphäre. Das Gästehaus der Landesfeuerwehrschule am Rand der Dönche wird für 6,5 Millionen Euro modernisiert.

Die 60 vorhandenen Doppelzimmer in dem Unterkunftsgebäude werden umgebaut, es entstehen 120 Einzelzimmer mit eigenem kleinen Bad. Damit haben auch die Gemeinschaftsduschen und -toiletten ausgedient.

Pro Jahr übernachten mehr als 7500 Angehörige von Freiwilligen, Berufs- und Werksfeuerwehren aus ganz Hessen in dem Schulungszentrum Kassel, wenn sie dort mehrtägige Lehrgänge absolvieren. Weil für 120 Einzelzimmer mehr Platz nötig ist als für die 60 Doppelzimmer, die bisher in dem 1984 erbauten Haus untergebracht sind, bekommt es ein drittes Geschoss aufgesetzt.

Und da ohnehin schon eine Baustelle aufgemacht wird, nutzt die Feuerwehrschule die Gelegenheit zur energetischen Sanierung des Unterkunftsgebäudes: Die Wände erhalten eine Wärmedämmung, auf das neue Dach kommen Sonnenkollektoren, um das Warmwasser aufzuheizen. Außerdem bekommt das Gästehaus einen Aufzug und verglasten Verbindungsgang zum Nachbargebäude.

Im Sommer sollen die Bauarbeiten beginnen, sagt Silvio Burlon, Direktor der Landesfeuerwehrschule. Wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischenkommt, soll Ende 2014 alles fertig sein. Die Kosten von 6,5 Mio. Euro trägt das Land Hessen. Diese Investition trotz der Sparbemühungen des Landes zeige, „dass dem Brand- und Katastophenschutz ein großer Stellenwert eingeräumt wird“, sagt Burlon. Das sei auch nötig, wenn man die Freiwilligen Feuerwehren, die im Ehrenamt den Brandschutz in der Fläche sicherstellten, bei der Stange halten wolle. „Wir geben uns große Mühe, den Aufenthalt hier so angenehm wie möglich zu gestalten, damit die Leute gern wiederkommen.“

Ingesamt gibt es in der Landesfeuerwehrschule 240 Betten für die Lehrgangsteilnehmer. 120 davon befinden sich bereits in Einzelzimmern in einem Neubaugebäude. „Wir nennen es auch unser Hotel“, sagt Burlon mit einem Augenzwinkern. Auf diesen heute als zeitgemäß empfundenen Standard werde man jetzt auch die Unterkünfte in dem 80er-Jahre-Gebäude bringen. Auch dort wird jedes Zimmer dann 15 bis 17 Quadratmeter Fläche und ein eigenes Bad haben. Während der Bauarbeiten heißt es nochmal zusammenrücken: In die Hälfte der 120 Einzelzimmer im Neubau wird vorübergehend ein zweites Bett gestellt, erklärt Burlon. Um das verbleibende Minus von 60 Betten auszugleichen, werde man in der Bauphase vermehrt Heimschläfer aus Kassel und der näheren Umgebung einberufen.

Von Katja Rudolph

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