Landgericht fällt Urteil gegen Mehmet Göker: 125.000 Euro an Allianz

Kassel. Gegen den früheren MEG-Chef Mehmet Göker hat das Landgericht Kassel am Mittwochmorgen ein Urteil gefällt. Es geht um 125.000 Euro, die der Versicherungskonzern Allianz von Göker einfordert.

Der Ex-MEG-Chef muss an die Allianz Krankenversicherung 125.000 Euro zahlen. Dazu hat ihn die 6. Zivilkammer nun verurteilt.

Das Geld hatte die Allianz an den Versicherungsvermittler MEG als Vorschuss für zu erwartende Abschlüsse gezahlt. Nun will man das Geld von Göker wiederbekommen.

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Der Hintergrund: Mehmet Göker hatte gegenüber der Allianz einen so genannten Schuldbeitritt erklärt. Darin hatte er sich verpflichtet, für Forderungen der Allianz gegenüber der MEG AG persönlich zu haften.

In dem Vertrag mit der Allianz hatte es eine Klausel gegeben, die Folgendes besagte: Göker hätte sein Ausscheiden bei der MEG schriftlich bei dem Versicherungskonzern anzeigen müssen, um aus der Haftung gegenüber der Allianz herauszukommen. Das hatte Göker offensichtlich versäumt.

Mehmet E. Göker - einst schillernder Unternehmer

Sein Anwalt argumentierte vor dem Landgericht, dass es in der Versicherungsbranche allgemein bekannt war, dass Göker aus der MEG ausgeschieden war. Das habe gereicht, um aus der Haftung herauszukommen. Diesem Argument folgte das Kasseler Gericht allerdings nicht. Die mündliche Verhandlung hatte bereits am 1. Dezember stattgefunden, am Mittwoch nun wurde das Urteil verkündet.

Göker kann dagegen Revision beim Oberlandesgericht einlegen. Mehmet Göker war weder bei der mündlichen Verhandlung noch bei der Urteilsverkündung persönlich anwesend. (tho)

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