Studie sieht erheblichen Kreditbedarf der Stadt bis 2015

Langes Feld: Entwicklung kostet über 50 Millionen Euro

Kassel. Die Entwicklung des Langen Felds in Niederzwehren zu einem Gewerbegebiet wird voraussichtlich 50,9 Millionen Euro kosten. Davon entfallen 13,1 Millionen Euro auf den Ankauf der Grundstücke, 37,8 Millionen Euro auf Bau- und Planungskosten.

Die Zahlen beruhen auf einer vergleichenden Bewertung der Gewerbegebiete Langes Feld und Sandershäuser Berg in Niestetal durch die Kasseler Planungsgesellschaft Hasselmann und Müller, die im Auftrag der Stadt Kassel und der Gemeinde Niestetal tätig war.

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Zwar steht am Ende für das Lange Feld ein rechnerisches Plus von 14,4 Millionen Euro, das sich aus Grundstückserlösen, Fördermitteln aus dem Strukturfonds Efre der Europäischen Union und Finanzierungsanteilen des Kasseler Entwässerungsbetriebs (KEB) ergibt, doch wird die Stadt voraussichtlich bis 2015 jährlich zwei Millionen Euro für die Entwicklung des Gewerbegebiets aufnehmen müssen.

Erst ab 2016 nimmt die Stadt der Studie zufolge über den Grundstücksverkauf genügend Geld ein, so dass sie ohne Kredite auskommt. Bis dahin muss sie etliche Millionen in den Ankauf der Flächen und die Standortentwicklung stecken. Die Planer gehen davon aus, dass bis 2015 lediglich fünf Prozent der Grundstücke vermarktet werden können und bis 2017 30 Prozent. Erst ab 2018 sollen es 70 Prozent sein.

Beim Grunderwerb verfolgt die Stadt das Ziel, den betroffenen Landwirten im Tausch Ersatzflächen anzubieten. Damit würden die Kosten sinken. „Ob es dazu kommt, wissen wir noch nicht“, sagt Carl Flore, stellvertretender Leiter des Stadtplanungsamtes. Etwa die Hälfte des 179 Hektar großen Areals wird landwirtschaftlich genutzt. Allein zur Vorbereitung des Grunderwerbs fallen Kosten in Höhe von 110 000 Euro für Gutachten und Rechtsberatung an. 76 Hektar können vermarktet werden, der Rest ist für Ausgleichsflächen und Straßen vorgesehen.

Rubriklistenbild: © Herzog/Charterflug-Kassel Knabe

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