Mehrheit stimmte jetzt dem Bebauungsplan zu

Langes Feld: Ortsbeirat macht Weg für umstrittenes Projekt frei

Niederzwehren. Der Ortsbeirat Niederzwehren hat sich entschieden: Er stimmt nach vielen Jahren der mitunter heftigen Diskussion dem Bebauungsplan für das Lange Feld zu. Damit macht er den Weg frei für ein Projekt, das für Kontroversen gesorgt hatte.

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Lange hatten die Niederzwehrener Bürgervertreter ihre Entscheidung zum Langen Feld verschoben. Noch während der Sitzung im Februar wollten sie sich nicht festlegen, weil, so ihre Auffassung, „grundlegende“ Fragen noch immer unbeantwortet seien. Einstimmig allerdings war das Votum jetzt nicht: Ortsvorsteher Harald Böttger (SPD) und Theo Butz (parteilos, für die Grünen im Ortsbeirat) votierten gegen das Vorhaben. „Aus meiner Sicht überwiegen die Nachteile für den Stadtteil“, begründet Böttger seine Ablehnung. Zudem kritisierte er, dass der Beirat bei der Planung der Ausgleichsmaßnahmen nicht angemessen miteinbezogen wurde.

Fotos: Das ist das Lange Feld

Gewerbegebiet oder nicht? - Das ist das Lange Feld

Harald Böttger

Einstimmig beschloss das Gremium einen Forderungskatalog für das künftige Gewerbegebiet. So soll, wenn das Gewerbegebiet entstanden ist, in regelmäßigen Abständen das Feinstaubaufkommen gemessen und über die Ergebnisse informiert werden. Es gehe um die langfristige Entwicklung, hieß es. Hierzu erklärte Carl Flore vom Stadtplanungsamt, dass mit einem erhöhten Aufkommen von Feinstaub nicht zu rechnen sei. Zudem soll es verschiedene Maßnahmen zum Lärmschutz geben: Die Flächen südwestlich „Am Keilsberg“ sowie die als wilde Abfalldeponie genutzte Fläche an der Wartekuppe und der Bereich Tränkeweg an der A   49 sollen aufgeforstet und begrünt werden.

Zur Verkehrsberuhigung soll das Gewerbegebiet nicht über die Dittershäuser Straße /Eselsgraben angefahren werden können, damit das Wohngebiet nicht belastet wird. Es werde keine Schleichwege geben, sagte Flore dazu.

Mehr zum Langen Feld finden Sie auch im Regiowiki.

Ein Pendelbus soll vom Gewerbegebiet zum Bahnhof Rengershausen fahren. Die Aussiedlerhöfe, der Schäferhunde- und Schützenverein sowie der Recyclinghof Langes Feld sollen über die geplante neue Autobahnanschlussstelle Niederzwehren angefahren werden. Zudem fordert das Gremium einen weiteren Wander- und Radweg vom Schützenverein über den Soldatenfriedhof bis zum südlichen Bereich an der A  44. Darüber hinaus wird ein Weg vom Sandgraben / Vogelsbergweg über die Dennhäuser Straße bis zur Giesenallee gewünscht. (pom/use)

Archiv: Mit dem Flugzeug über das Lange Feld

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